Einführungskurs 2000 in die Schönstattpädagogik

 

Vom 21. bis 23. Februar 2003 trafen wir uns nun zum 5. Mal auf dem Freiberg mit Herrn Basler. Die Gruppe mit den Herren Mayr, Miosga, Sahm und Bauhofer bekamen diesmal "Zuwachs". Neu in die Gruppe kamen Herr Oberhofer von Böbingen und Herr Schlosser aus Rottenburg.
Nach dem Abendessen versammelten wir uns im Heiligtum. Jeder brachte sich zur Einstimmung in das gemeinsame Wochenende mit einem kurzen Gebet und Lied in das Gnadenkapital ein. Danach versammelten wir uns zu unserer ersten Arbeitseinheit. Dabei ließen wir nochmals die letzten Treffen Revue passieren.

1.Treffen:      Vorgründerurkunde: "Wir wollen lernen, uns unter dem Schutze Mariens selbst zu erziehen zu festen, freien priesterlichen Charakteren“.

2. Treffen:      Menschenbild Schönstatts

3. Treffen:  Die Erbsünde und Ihre Folgen

4. Treffen:      Unser Reichtum vom Körper her gesehen und unser Reichtum vom geistigen Leben, die Kardinaltugenden (Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Mäßigkeit)

Danach ging es an das Thema des Wochenendes: „Unser Reichtum im geistlichen Leben“. Die göttlichen Tugenden, Glaube, Hoffnung und Liebe. Sie sind uns durch die Taufe geschenkt und wollen im Leben entfaltet werden; zu glauben, zu hoffen und zu lieben prägen uns entscheidend. Wozu sind wir auf Erden?
Wir sind auf Erden, um Gott zu erkennen, seinen Willen zu erfüllen, Gott zu lieben und dadurch in den Himmel zu kommen.
Herr Basler erklärte uns noch die drei Symbole für Glaube (Kreuz) Hoffnung (Anker) und Liebe (flammendes Herz). Die Fähigkeit zu glauben, zu hoffen und zu lieben ist ein Geschenk der Gnade, der Liebe Gottes. Die drei göttlichen Tugenden erwachsen aus dem göttlichen Leben, das wir in der Taufe empfangen haben.
Glauben heißt, sein Leben auf die Liebe Gottes bauen, die offenbar geworden ist am Kreuz. Hoffen heißt, sich festmachen in Gott und so allem standhalten auf dem Weg zu ihm. Gott lieben heißt, sich selbst, sein Herz ihm zu eigen geben.

Der Samstag begann mit dem Angebot des Gesundheitssportes, des Morgengebets und dem Gottesdienst im Heiligtum, mit Pater Herter. Nach einem reichlichen Frühstück machten wir uns seelisch und körperlich gestärkt an das Thema.

Mein Reichtum auf der geistlichen Ebene.

Glaube:

Glaube ist alles für wahr halten, was Jesus Christus geoffenbart hat, und durch seine Kirche zu glauben lehrt. Wie verhalten wir uns untereinander: Wenn mir einer was sagt und ich das für wahr halte, glaube ich ihm. Wenn ich jedoch einmal angelogen wurde, wie verhalte ich mich dann. (Wer einmal lügt dem glaube nicht, wenn er auch tausend Mal die Wahrheit spricht.) Traue ich ihm trotzdem, erteile ich ihm nochmals einen Auftrag, vertraue ich ihm erneut?

Vorsehungsglaube:
Eine Aussage des hl. Ignatius; inhaltlich wiedergegeben in einem Lied:: "Suche den Vater in allen Dingen! Suche den Vater in allen Menschen! Suche den Vater überall! Es fragen die Menschen nach ihrem Daseinsgrund. Sie finden ihn in ihrem Geld. Sie nennen alles Zufall; sie nennen alles Glück. Für sie gibt es nur diese Welt".

Es gibt einen Vater der alles liebt und lenkt. Gott hat mit uns einen Plan. Er stellt die Frage, willst du mein Werkzeug sein. Die Antwort gibt dem Leben Sinn. Er ruft uns durch die Menschen, durch die Zeit. Sein Ruf steht hinter allem, was du oft gar nicht siehst. Erkenne wie der Vater dich liebt.

Hoffnung:
Hoffnung ist ein Verlangen nach dem was Jesus Christus versprochen hat und ein Vertrauen es von ihm zu erhalten.
Es gibt Menschen die todkrank sind und trotzdem nicht resignieren, die die Hoffnung nicht aufgeben. Gott hat den längeren Atem. Hoffnung hilft eine Extremsituation zu meistern.
Von Gott dürfen wir voll Zuversicht alles erbitten: die Vergebung, Hilfe auf dem Weg, das Heil - für mich, für die Meinen, für alle Menschen.