Herr Danner ließ uns folgenden Aufruf zum Gebet zukommen:

Grüß Gott, liebe Männer!

Warum beten wir eigentlich noch; warum laden wir ein zur Ge­betsnacht, zur ewigen Anbetung auf dem Lindenberg, zum Beten des Rosenkranzes in den Pfarrgemeinden? Einfach deshalb, weil überall in der Welt zu wenig gebetet wird. Diese Aussage gilt vor allem für die wohlhabenden, reichen Länder in Europa und Ame­rika. Ganz besonders gilt es für unser deutsches Vaterland. Wer Augen, Ohren und ein offenes Herz hat, erkennt die Zeichen un­serer Zeit. Wann gab es Naturkatastrophen in diesem Ausmaß und in immer kürzeren Abständen (Stürme, Überschwemmungen, Waldbrände, Erdbeben usw.)? Nicht Gott macht das oder will das, sondern die Menschen - unvernünftig, unzufrieden, verantwor­tungslos, ehrfurchtslos, hab- und machtgierig gegenüber dem Schöpfer und seiner Schöpfung.

Immer schneller schreitet die grenzenlose Ausbeutung, aber auch die Verschmutzung (Vergiftung) unserer Natur, von Wasser und Luft voran. Ein Ende ist nicht abzusehen!

Kriege, Terror, Ausbeutung und Gewalt sind in allen Erdteilen an der Tagesordnung - keine Nachrichtensendung ohne Horrormeldung!
Intakte Familien werden immer seltener, die Kinderfreund­lichkeit geht immer mehr zurück.
Den Kirchen fehlt es an Beru­fungen. Vom Laien bis zur Bischofskonferenz fehlt die Einigkeit - ­Christus aber wollte, dass seine Kirche eins sei - wie ER und der Vater (Hohepriester, Gebet).
Die Weltsituation fordert von uns Christen - Männern, Frauen und Kindern - mehr als nur ein kurzes Morgen-, Tisch- und Abendgebet. Mehr Ruhe, Stille, Be­sinnung und Anbetung ist gefordert. Nur das Gebet führt zu einem tieferen Glauben, zu mehr Hoffnung und echter Gottes-, Men­schen- und Eigenliebe.

Kommt, betet mit uns in den Sorgen und Anliegen dieser, unserer Zeit.

Dekanatsmännerseelsorger Dekanatsobmann
Pfarrer Mathias Kirner Werner Probst