
Am 6. April 2004 feierten die Münsterpfarrei und die Canisiusstiftung Ingolstadt, zusammen mit der Schönstattfamilie der Parallele
„Schönstatt-Ingol-stadt“,
eine Doppelfeier:
Vor 400 Jahren, an diesem Tag, ebenfalls Dienstag in der Karwoche 1604, hatte P. Jakob Rem SJ, beim Singen der Lauretanischen Litanei die
Vision, dass der Mutter Gottes die Lobpreisung „Wunderbare Mutter“ besonders gefalle. Von da an, ließ Pater Rem diese Lobpreisung dreimal
wiederholen und so entstand für das eingangs gezeigte Gnadenbild der Titel: „Mater Ter Admirabilis“ - „Dreimal Wunderbare Mutter“, das so seit
1881
verehrt wird.
So fuhren dann bei
schlechtem („Dachau“‑) Wetter unsere Männer aus Nürnberg, nach
mehrfachem Absagen wegen Krankheit und Familienproblemen, in nur noch einem PKW
nach Hilpoltstein wo ein Bus den Schönstättischen Norden der Diözese
(Familien, Männer, Frauen, Diözesanpriester, Marienschwestern) aufsammelte.
Von da ging es zum Ingolstädter Münster, wo wir den zweiten Bus - vom
Canisiushof kommend - trafen. Es waren etwa 100 Teilnehmer anwesend.
In
einer kurzen Statio in der linken Seitenkapelle des Münsters wies der Münsterpfarrer
auf die 400‑jährige Bedeutung des Tages hin.
Danach griff Pfarrer Otto Maurer, bekannt als langjähriger Direktor des
Canisiuskonviktes, das Thema aus schönstättischer Sicht, in Verbindung mit der
Ausrufung der Parallele Schönstatt-Ingolstadt durch Pater Kentenich, auf. Er
wies sodann kurz
auf die Bedeutung
als Befreiungstag Pater Kentenichs aus dem KZ Dachau hin.
Im Vorbeigehen
besuchten wir noch die Konvikt-Kapelle, wo Pater Rem vor 400 Jahren die
MTA‑Vision hatte.
So fuhren wir
dann, etwa 80 Teilnehmer in zwei Bussen, weiter nach Dachau, in die KZ-Gedenkstätte.
In einer Statio vor dem Votivraum (z. Z. im Umbau), begrüßte Dekan Alfred
Rottler mit uns allen die Gottesmutter und dankte für die Rettung Pater
Kentenichs aus der „Hölle von Dachau“.
Dekan Rottler hob
besonders die Glaubensstärke Pater Kentenichs an die Realität der Übernatur
heraus, als Überlebens-Herausforderung für ihn und die Häftlinge in seinem
Umfeld. Danach wurde im Vorführungsraum das neue Video „Arche und
Leuchtturm“ über das Wirken P. Kentenichs in Dachau, vorgeführt. Rektor
Heinz Dresbach und andere Häftlinge bezeugen darin wie die „Hölle von
Dachau“ durch P. Kentenichs Wirken, für sie zum Himmel wurde.
In der
Predigt, die Pfarrer Schmid hielt, wurde wieder die Verbindung beider Gedenktage
hervorgehoben, aber diesmal etwas deutlicher aus schönstättischer Sicht.
Pfarrer Schmid zeigte, dass die Gottesmutter sich nicht nur dreimal, sondern
mehrfach wunderbar erwiesen hat. Weiter predigend zeigte Pfarrer Schmid den
heutigen Umbruch der Zeit an, in dem wir alle „unser Dachau“ leben, mit
manchen Grundzügen einer Heiden-, Narren-, Sklaven- und Todesstadt (Pater
Kentenich). So können wir nur, geleitet von unserer Dreimal Wunderbaren Mutter,
diese Gefahren überwinden.
Nach der
heiligen Messe, sagte einer unserer Schönstattmänner laut: „so nahe habe ich
Pater Kentenich noch nie empfunden!“.
Bei immer noch schlechtem Wetter, fuhren beide Busse dann zu einer Dankesstatio
zum Canisiushof, wo Diözesanpräses Blasius Meixner den Teilnehmern und
Priestern für die eindrucksvolle Gestaltung des Tages dankte.
Abends um
19.00 Uhr wurde im Ingolstädter Liebfrauenmünster die Lauretanische Litanei,
eben jene bei der Pater Jakob Rem die MTA-Vision hatte, gesungen. Es waren
zahlreiche Teilnehmer aus Ingolstadt und Umgebung anwesend, von Schönstättischer
Seite war der Canisiushof vertreten.