Auf
dem Weg ins Herz der Kirche: Mario Hiriart
Die
Prozessakte „Mario Hiriart“ geht nach Rom
Lieber Herr Kanzler!
Heute möchte ich Ihnen und der Gemeinschaft Fotos von der Übergabe der Akten an Kardinal Francisco Javier Errázuriz schicken (02.09.04). Somit ist der Abschluss des ersten Teiles des Prozesses geschafft.
Bei
der Übergabe der Akten waren das Tribunal, einige Mitglieder der Gruppe von
Mario, der Fundación Mario Hiriart, Hermana Amelia, Presse und Canal 13 und ich
anwesend.
Kardinal
Francisco Javier Errázuriz eröffnete die Sitzung mit einem Gebet zum Heiligen
Geist. Ein Sekretär vom Kardinal verlas die Akte, die vom Tribunal und ihm
unterschrieben werden musste, siehe Fotos. Danach versiegelten sie die Kartons,
um sie mit Rodrigo Pérez nach Rom zu schicken.
Die Feier war sehr schlicht. Richter Juan Francisco Penilla erwähnte unsere Gemeinschaft und bedankte sich für die Unterstützung durch die Marienbrüder.
Im Gebet mit ihnen verbunden
Mario Hiriart klopft in Rom an
die Tür
Mittwochmorgen, 8. September 2004: Eine ansehnliche Gruppe von Eingeweihten findet sich um kurz vor 9.00 Uhr an der chilenischen Botschaft in Rom ein. Sie wollen dabei sein. Nicht wenige seiner ehemaligen chilenischen SMJ-Gruppe unterhalten sich freudig über den Akt, der nun vollzogen wird, Mitglieder des Schönstatt-Instituts Marienbrüder und sonstige Freunde Marios sind ebenfalls vor Ort. In verschiedenen Fahrtmöglichkeiten geht es nun zum Vatikan. Symbolisch steht Mario mit in der Gruppe und klopft als chilenischer Bauingenieur an die Tür des Vatikans, um Einlass zu bekommen als ein Seliger bzw. als Heiliger der Kirche.
Wenige
Stunden vor der Einweihung des Heiligtums in Belmonte
findet die Übergabe der Akten für den Prozess der Seligsprechung Mario
Hiriarts statt
ROM, isp. Wenige Stunden vor der Einweihung des Heiligtums in Belmonte
haben die chilenischen Pilger ein besonderes Ziel: Zusammen mit einigen
argentinischen und deutschen Vertretern der internationalen Schönstattfamilie
sind sie auf dem Weg zum Büro der Kongregation für die Heiligsprechungen. Sie
haben 41 kg. Gepäck - die Dokumente des Mario-Hiriart-Prozesses -, chilenischer
Ingenieur und Marienbruder. Es sind einige zugegen, die den Kandidaten für die
Seligsprechung noch gekannt haben: Gruppenmitglieder Marios, Personen, die mit
ihm seit der Jugend persönlich Kontakt hatten und seinen Werdegang begleitetet
haben. Auch die Postulatoren der Prozesse für Pater Kentenich, P. Angel L.
Strada, für Josef Engling, P. Schmiedl, und für Schwester Emilie, Sr.
Thomasine Treese, sind anwesend bei der Übergabe der Prozessakten an Guiseppe
Cipriano. Ebenso sind Vertreter des Säkularinstitutes der Marienbrüder
zugegen, unter ihnen Ernest M. Kanzler, Generaloberer und Mitbruder von Mario
Hiriart.
Offiziell übergibt
P. Joaquím Alliende, Postulator
des Seligsprechungsprozesses, die Dokumente. Er wendet sich in einer kurzen
Ansprache an den Vertreter der Kongregation: "Für uns hier auf Erden sind
die Seligen und die Heiligen leuchtende Zeichen der Heiligkeit der Braut
Christi. Deshalb haben wir mit all unseren Kräften intensiv und mit größter
Objektivität gearbeitet, mit Hingabe, Genauigkeit und mit viel Liebe. Jetzt
wird die Kongregation für die Heiligsprechung ein Urteil fällen.''
Radio Vatikan interessiert sich für
Mario Hiriart
Mit dem Siegel
der Kongregation endet der Akt der Übergabe. Verschiedene Pressevertreter,
unter ihnen Radio Vatikan, bitten den Postulator um Interviews. Er erwähnt,
dass Mario Hiriart ein außergewöhnlicher Ingenieur war, der als Laie sehr
einfach lebte, aber eine ganz tiefe Spiritualität hatte. Inmitten seiner Arbeit
als Ingenieur war er wie ein Fenster zu einer anderen Welt.
Es gibt auch
schon einige Vorgänge die möglicherweise als Wunder anerkannt werden könnten.
Ein chilenisches Ehepaar, aus der Schönstatt-Bewegung, hatte einen sehr
schweren Unfall. Einige Ärzte sind der Überzeugung, dass aus ärztlicher Sicht
die Frau nicht mehr aus dem Koma erwachen würde. Der Ehemann war zusammen mit
Mario Hiriart in der Schönstatt-Jugend gewesen; die Kinder initiierten weltweit
eine Gebetskette zu Mario Hiriart und erinnerten ihn an sein Versprechen gegenüber
seiner Gruppe. Vor einigen Wochen haben die beiden in Schönstatt ihre
Goldhochzeit gefeiert.
Für Pater
Alliende ist der heutige Tag die Krönung der Arbeit von 10 Jahren der Sammlung
und Aufarbeitung von Material.
Herr Kanzler
ist sehr froh über den Beginn der neuen Etappe. "Für uns als Marienbrüder
ist es ein weiterer Schritt, damit Marios Sendung für die heutige Zeit erkannt
wird und er durch sein Beispiel viele ermutigen und in ihrer Aufgabe in Kirche
und Welt stärken kann. Er ist die gelebte Verbindung zwischen Himmel und Erde
und schenkt uns durch sein Zeugnis neue Zugänge zu einem welthaften Beten und
einem Leben in der Spannung zwischen Beruf und Berufung. Für uns ist es eine
Freude, dass dieser Schritt nun gemacht ist."
Mario Hiriart kommt in das Herz
der Kirche
Eine erste Reaktion nach dem Übergabeakt: "Was für ein Ereignis!
Gestern durften wir auf dem Petersplatz ein lebendiges Heiligtum bilden, haben
Himmelwärts gebetet, durften an der Lourdes-Grotte unser Liebesbündnis und
unsere Liebe zur Kirche erneuern. Und heute dürfen wir Mario ins Herz der
Kirche bringen! Mit dem Propheten kommen seine Kinder. Das ist so gewaltig! Gott
ist so groß! "
Anschließend
versammeln sich die Teilnehmer beim Obelisk auf dem Petersplatz. Es ist jene große
Säule, die seit vielen Jahrhunderten Zeugnis von der Strahlkraft des
Christentums gibt. P. Joaquím
Alliende hält eine kurze Ansprache.
Ingenieur mit einem
tiefen Glauben
Gemeinsam
beten alle Teilnehmer zusammen mit Padre Mariano Iruerta um die Seligsprechung
von Mario Hiriart. Nach dem Segen wird erstmals auf dem Petersplatz das Lied
"Mario, unser Bruder" ‑ gesungen. Er ist angekommen ‑ im
Herzen der Kirche! Auch italienische Journalisten interessieren sich für den
Prozess und fragen nach den besonderen Eigenschaften und der Bedeutung des
"neuen Kandidaten." P. Joaquím
Alliende stellt sich für ihre Fragen zur Verfügung und gibt einige Daten zum
Lebenslauf Marios weiter. Er verweist darauf, dass Mario Hiriart eine tiefe
Beziehung zu Pater Kentenich hatte und als Ingenieur ein echtes Glaubenszeugnis
gab. Die Persönlichkeit Marios war Frieden und Einheit!
P. Angel L.
Strada hebt als Postulator für die Causa P. Kentenichs hervor, dass Mario durch
sein inneres Gleichgewicht, seine Freude und seinen inneren Frieden ein
Lebensbeispiel für viele Menschen sein kann. Er kann mit seinem Lebensbeispiel,
seinem Interesse für Politik und Weltgeschehen, vor allem aber in seiner Liebe
zur Gottesmutter und der Treue zu Pater Kentenich viel geben.
Rosen für die Gottesmutter und für
das Heiligtum in Belmonte
Mario Hiriart
hat zu Lebzeiten der Gottesmutter gerne Rosen zum Heiligtum nach Bellavista
gebracht. Als das elterliche Gartengrundstück verkauft wurde, verpflanzte er
den Rosenstrauch in den Garten eines Freundes und hatte so die Möglichkeit,
weiterhin Maria als Ausdruck seiner Liebe Rosen zu schenken. Später, wenige
Tage vor seinem Tod, wurden auf seine Bitte hin Rosen als Zeichen seiner Hingabe
in das Fundament eines werdenden Heiligtums in Milwaukee/USA gelegt. Als er
starb, gaben seine Freunde ihm eine rote Rose in die Hand. Heute schenken seine
Mitbrüder stellvertretend für ihn rote Rosen für das Heiligtum in Bellavista.
Sicher ist Mario durch sein heiligmäßiges Leben, seine Liebe zur Gottesmutter
und zu unserem Vater und Gründer zum Wegbereiter und zum Fundament geworden.
Die Rosen symbolisieren sein Engagement für Schönstatt als Herz der Kirche. Er
wollte alles herschenken und er wirkt weiter, damit Schönstatt immer mehr zur
Seele für Kirche und Welt werden kann!