Das Jahr der Eucharistie

Das Jahr der Eucharistie, das der Papst ausgerufen hat, will uns auf die besondere Bedeutung der Eucharistie für unsere Kirche aufmerksam machen. Weithin wird dieses Sakrament als ein gemeinsames Mahl der Gläubigen verstanden, bei dem Jesus in der Gemeinschaft seiner Gläubigen gegenwärtig ist. Sicherlich muss diese Auffassung auch im Zusammenhang mit Zugeständnissen im Rahmen der
Ökumene gesehen werden. Unser Sakrament ist aber weit mehr als ein gemeinsames Mahl. Jede Eucharistiefeier ist die Erneuerung des Kreuzesopfers Christi. In jeder Wandlung werden auch unsere Mühen vervollkommnet und unsere Fehler gewandelt, wenn wir sie bei der Opferbereitung in den Kelch mit hinein geben, und mit jeder Heiligen Kommunion vereinen wir uns mit Jesus, der für uns gestorben ist und mit dem wir einmal auferstehen werden. Im Heiligen Sakrament des Altares ist Jesus mit Leib und Blut gegenwärtig.

Dies mag uns eine Begebenheit verdeutlichen:

„Die Bewohner Tumacos, einer kleinen Insel vor Kolumbien, erleben am 31. Januar 1906 ein außergewöhnliches Wunder mit der heiligen Hostie. Es ist vormittags 10 Uhr, als ein heftiges Erdbeben die Menschen auf der Insel erschreckt. Häuser stürzen ein, in der Kirche fallen die Statuen um. Voller Angst eilen die Menschen nach draußen und bitten die beiden Missionare, Pater Gerard Larrondo und Pater Julian Morena aus dem Augustinerorden, eine Bittprozession durchzuführen. Als sie gerade dabei sind, Kreuz und Fahnen aus dem Gotteshaus zu holen, türmen sich draußen auf dem Meer Wellen haushoch zu einer riesigen Wand auf. Angesichts dieser großen Gefahr rennt Pater Larrondo ins Gotteshaus, holt Kelch und Hostie heraus und schreitet mit der heiligen Hostie und dem Kelch in den Händen hinab an den Strand. Die haushohen Wellen wälzen sich bereits auf Tumaco zu und drohen alles zu vernichten. Pater Larrondo aber schreitet, schon bis zur Hüfte im Wasser, den herantosenden Wellen entgegen und segnet sie. Da halten die Riesenwellen plötzlich inne, bleiben stehen und fallen dann langsam wieder zurück ins Meer. Feierlich zieht Pater Larrondo daraufhin mit der Hostie und den dankbaren Gläubigen in einer ergreifenden Prozession durch Tumaco.

Das ‚Wunder von Tumaco’ erregte großes Aufsehen, denn an den anderen Küstengebieten Kolumbiens hat die durch das Erdbeben verursachte Flut schwere Schäden hinterlassen.“                                                        (Quelle: PURspezial 3/2001)

Die Schönstattbewegung wünscht Ihnen eine neue und tiefe Begegnung mit dem auferstandenen Herrn, der im heiligen Altarssakrament in seiner Kirche gegenwärtig ist.

 Zum „Jahr der Eucharistie“ schrieb Herr Haaga diesen Beitrag für den Pfarrbrief seiner Gemeinde