40 Jahre Neugründung der Männersäule am 18. Juni 1966

Gottes Spuren in der Geschichte
Wir können Gottes Spuren oft nur im Rückblick erkennen
„schöpferische Resultante"
unser Leben und seine besonderen Begebenheiten
· mein eigenes Leben und meine Familie
· Kirche, Gemeinde
· für viele von uns Schönstatt und besonders die Schönstatt-Männer
Eine der Spuren Gottes in diesem Jahr
Jubiläum: 40 Jahre Neugründung der Männersäule

| 27.10.1912 | Vorgründungsurkunde |
| 18.10.1914 | Gründungsurkunde |
| 20.8.1919 | Apostolischer Bund in Hörde von Männern gegründet |
| 20er Jahre | Tagungen mit Akademikern |
| Ab 1926 | jährliche Pfingsttagungen für Männer |
| 1930 | Teilnahme von mehr als 100 Männern |
| Seit 1928 | Pater Reinisch eingesetzt für die Männerarbeit |
| 3.2.1933 | Pater Kentenich spricht zum ersten Mal vom „Männerberg“ |
| 1934 | Großwallfahrten mit zum Teil mehr als 15000 Teilnehmern zu Wallfahrtsorten vor allem im Süden |
| Nach dem Weltkrieg sehr früh Neugründung erster Gruppen | |
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während der Verbannung des Gründers und „Prüfungszeit“
Schönstatts weitgehender Zusammenbruch der Männerarbeit |
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| Neuanfang durch Pater Brantzen, Pater Puthen und Herrn Josef Grill | |
| 18.6.1966 | Neugründungsvortrag von Pater Kentenich |
| 1.5.1974 | Einweihung der Liga-Gnadenstätte |
| 6.11.1982 | Errichtung der Mariensäule |
| 29.5.1994 | Krönung der Taborkönigin auf der Mariensäule |
| 15.10.1995 | Einweihung des Taborheiligtums |
| Seit 1987 | Herr Basler laikaler Standesleiter |
Neugründung der Männersäule
Rahmen der Veranstaltung
Exerzitienkurse von P. Brantzen und P. Puthen für ca. 60 Männer.
Zum Abschluss pilgern der Teilnehmer vom Urheiligtum zum Berg Schönstatt.
Entgegennahme von Weihen durch Pater Kentenich.
Dort in der Hauskapelle des Schulungs-heimes diese grundlegende und weg-weisende Ansprache durch den Vater und Gründer Pater Kentenich.
Grundlegende Aussagen:
Neugründung der Männerbewegung im Geiste der Vorgründungs- und Gründungsurkunde.
Aufbau eines Vater- und Väterreiches für die Kirche am neuen Ufer.

Einführung in den Vortrag
Rückblick
Kleine Studentenschar 1912 / 14
Was ist aus diesen Plänen geworden!
Wir haben ja die Absicht ..., ja lasst uns besser sagen: die Männersäule neu zu gründen.
So häufig haben wir (uns), haben auch unsere Frauen, hat die Frauensäule, haben unsere Priester sich in verflossenen Jahren sagen lassen: Ach was, Schönstatt ist ja doch nur etwas für Frauen!
Wo ist die Handvoll Männer, wo sind denn die Männer, die sich im Laufe der verflossenen Jahre heldisch und wagemutig in die Waagschale geworfen haben für das verfolgte, das umstrittene, das umkämpfte Schönstatt?
Wer so spricht, sieht die
Hintergründe nicht;
wer so spricht, der vergisst, dass sich jetzt in unseren Reihen auch eine
Anzahl kraftvoller, bewährter Männergestalten findet.
Alles, was wir tun, um die Sendung der lieben Gottesmutter in der heutigen und kommenden Zeit zu verwirklichen, hat das letzte Ziel, der Verherrlichung des Vaters zu dienen.
Der Vatergott soll als der Schöpfer, als Regierer der ganzen Welt, zunächst in unserer gesamten Familie vollendete Anerkennung finden.
seit Jahrzehnten in der Kulturwelt vor allem in Deutschland eine Strömung: Mord der Väter!, der Vater geachtet und geehrt nur als Witzfigur, die nicht mehr ernstgenommen wird.
große Aufgabe Schönstatts: Wir haben dafür zu sorgen, dass letztlich der Vatergott überall anerkannt wird
notwendig dazu ist auch die Anerkennung der Stellung des irdischen Vaters, die ihm nach Gottes Absicht eignet!
Wir müssen die Ideale des echten Vaters vorleben
Ein Vaterreich doppelter Prägung:
Der himmlische Vater soll wieder der Herr der Welt werden.
Als Vorerlebnis, als Mittel zu diesem Zweck: die gesunde, gottgewollte Herrschaft unserer irdischen Väter in Familie und Staat.
Wir verdanken viel - auch unser Hiersein - den Opfern und Gebeten anderer, (z. B. dem Einsatz von Herrn Grill).
Neugründung heißt: zurück zu den Anfängen:
· Vorgründungsurkunde
· Gründungsurkunde
neu kennenlernen als Modell für uns.
Durch die Geschichte haben wir heute ein tieferes Verständnis dafür:
Unter dem Schutze der
Gottesmutter
wollen wir uns selbst erziehen zu freien, starken priesterlichen
(in Gott verankerten)
Charakteren.
Das Ideal eines Führers, – und müssen wir nicht alle als Männer, zumal wenn wir heiraten wollen, müssen wir da nicht das Ideal des Führers darstellen? – ist priesterliche Väterlichkeit!
Hier ist das Wort im Sinne der damaligen öffentlichen Meinung in pädagogischen Kreisen im uneigentlichen Sinne des Wortes zunächst zu verstehen. Wir haben es damals sofort zurückgestrafft zum eigentlichen Sinne. Der übertragene Sinn: „priesterlich“ in dem Sinne (einer) jenseitigen, metaphysisch absolut ruhigen Verankerung; also eine Väterlichkeit, die in der anderen Welt, wenn auch nur rein metaphysisch-ideenmäßig, verankert ist.
Denn Paternitas (Väterlichkeit) – ich darf das nachher ausführlicher darstellen – schließt immer in sich die Idee einer ungemein starken Unveränderlichkeit. Da ist ein Mann, der wurzelt in einer anderen Welt; der ist nicht abhängig, nicht ein Spielball, ein Spielball der öffentlichen Meinung.
priesterliche Väterlichkeit soll das große Ideal der ganzes Manneserziehung sein.
Das Ideal des Mannes, wie es grundgelegt ist in der Natur des Mannes, lautet: puer et pater - Kind und Vater.
Es kann niemand Vater sein (vor Menschen), der nicht gleichzeitig Kind (vor Gott) ist. Ideal der Erziehung.
Heute will keiner mehr etwas vom „Vater“ wissen, am wenigsten die Väter selber! Die sind es satt, sich von der öffentlichen Meinung so misshandeln zu lassen. Freunde höchstens möchten sie sein, haben nicht einmal den Mut, als Freund ihrer Kinder aufzutreten.
Das Reich des himmlischen Vaters kann nicht kommen, jedenfalls nicht in genügendem Ausmaße, wenn nicht wenigstens unsere Männersäule das Vatertum des lebendigen Gottes imitiert, nachahmt, Transparent dieses Vatertums des ewigen Gottes ist.
1. Väterlichkeit des irdischen Vaters ist zunächst Ausdruck der Vaterschaft Gottes;
2. das große Mittel, um die Vaterschaft Gottes dem Kinde einzuprägen;
3. letzten Endes aber auch die ständige Sicherung, die ständige Sicherung des Vaterbildes, des göttlichen Vaterbildes für unsere Kinder das ganze Leben lang.
Das Ideal für unsere Jugend, für uns im „Mittelalter“, für uns im Greisenalter:
Elementarste Verbindung zwischen echter, tiefer, gesunder Kindlichkeit Gott gegenüber, und Väterlichkeit – das heißt als Abglanz der Vaterschaft (Gottes) – der Welt gegenüber.
In der weiteren Ansprache zeigt Pater Kentenich die Eigenschaften Gott Vaters und zeigt auf, wie wir sie widerspiegeln sollen in unserem Leben.
| Eigenschaften Gott Vaters: | Wir als Vater: |
| Unveränderlich | unerschütterlich fester Standpunkt |
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Allgegenwärtig
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meine Kinder leben in meinem Herzen, meiner Phantasie, in meinem Kopf |
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Allwissend
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Vertrauen aufbauen, dass die Kinder zu mir kommen |
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Allweise
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Abwägen von Forderungen/Freiheit, Belohnen/Strafen, ... |
| Allheilig | Ja sagen zum Willen Gottes |
| Gerecht, Wahrhaftig, Barmherzig, ... |
Schlusszitat:
„... was das Ideal, das so vor uns steht, eine grandiose Höhe darstellt! Und deswegen ... sind wir ja so sehr darauf angewiesen, dass die Gottesmutter als Erzieherin von ihrem Heiligtume aus diese Väterlichkeit uns schenkt.“