„João Luiz Pozzobon als Ehemann und Vater“
Liebe
Männer!
Nach den beiden Grundsatzreferaten von Pater Grill wurde mir die Aufgabe übertragen, diese mit dem vorgegebenen Thema am Beispiel Pozzobon zu ergänzen.
Zunächst zur Hinführung einige Vorbemerkungen:
• Herr Pozzobon war einer von uns. Er gehörte seit 1948 zur ersten Schönstatt-Männergruppe beim neu erbauten Heiligtum in Santa Maria Brasilien. In dieser bekam er seine Schulung und dieser blieb er treu, selbst als 1956 die Bewegung verboten wurde. Die Gruppe wurde zwar aufgelöst, aber João Pozzobon kam jede Woche zu einem Gespräch in die Filiale der Marienbrüder, um tiefer in die Sendung und Spiritualität Pater Kentenichs eingeführt zu werden. Später sagte er mir: „ Die Gruppe existiert weiter in mir, deshalb brauche ich einen Gruppenführer, sind Sie dazu bereit?“
• Wir kennen ihn als den Initiator der heute weltweiten Pilgerkampagne der Volks- und Wallfahrtsbewegung Schönstatt.
• Ich erinnere an sein uns bekanntes außergewöhnliches religiöses, sittliches und soziales Apostolat, das den Einsatz seiner ganzen Person erforderte.
• Ins Gedächtnis rufen möchte ich den Rat unseres Vaters und Gründers bei der Führertagung 1968 anlässlich der Aussendung und Übernahme des ersten Pilgerheiligtums in Europa durch Herrn Altmeier: „Er solle sich vom Leben und Wirken des Herrn Pozzobon anregen lassen, ihn aber nicht kopieren wollen, und sich von Gott und der Gottesmutter führen lassen.“
Zum besseren Verständnis seiner Person ein weiterer Hinweis.
Pozzobon lebte aus dem Glauben.
Spüren konnte man Ehrfurcht und Liebe und ein unerschütterliches
• Vertrauen auf den himmlischen Vater.
Auf seinen Pilgerwegen entdeckte er eines Tages einen wilden Feigenbaum mit einmalig weitausladenden Ästen, der ihn beeindruckte. Dieser riesige wilde Feigenbaum war für ihn ein Symbol des barmherzig liebenden Vatergottes, der uns behütet und beschützt.
• Die Liebe zu Christus zeigte sich u. a. im täglichen Besuch der heiligen Messe und dem Empfang der Kommunion und an dem Eifer, mit dem er den Kranken und Alten die heilige Kommunion gebracht hat. Er wollte für Jesus ein Simon von Cyrene sein. In der Kreuzesnachfolge fühlte er sich, wenn er das Pilgerbild auf seiner Schulter Kilometer um Kilometer zu tragen hatte.
• Die Bedeutung des Heiligen Geistes im Leben des Herrn Pozzobon mag uns aufgehen in dem Wort eines Bischofs, nachdem dieser sich die Darstellung seiner Jahreslosungen und Arbeit angesehen hatte. Er sagte beeindruckt: „Die Bilder und Symbole zeigen, dass dieser einfache Mann eine ganz tiefe Liebe und lebendige Beziehung zum Heiligen Geist gehabt haben muss.“
• Gestützt und getragen wurde alles von der
marianischen Modalität. Maria war seine Ansprechpartnerin, er fühlte sich als
Werkzeug in ihrer Hand, als ihr „Eselchen“, das ihr den ganzen Tag zur Verfügung
stand.
So konnte er sagen: „Ich habe der Gottesmutter alle Wünsche erfüllt; SIE hat
alle meine Bitten erhört“.
• Eine letzte Vorbemerkung:
Organisch denkend konnte er sagen: Pater Kentenich ist ein Prophet der
Gottesmutter, SIE spricht durch ihn. In einem Brief schrieb er: „Er ist ein
heiliges, von der Gottesmutter geschicktes Werkzeug. Alles, was er will und
verlangt, das will und verlangt Maria.“
Aus der heroischen Treue zum Vater und Gründer erwuchs die originelle,
schöpferische Anwendung seiner Anregungen im persönlichen Leben und besonders in
seinem fruchtbaren außergewöhnlichen apostolischen Wirken.
Dieses umfassende apostolische karitative
Wirken führte z. B. bei Vorträgen während seines Besuches 1979 in Deutschland
sofort zu der Frage: Was sagt ihre Frau dazu, was sagen ihre Kinder dazu?
Oder bei einer anderen Gelegenheit meinte eine junge Frau, als Vater von 7
Kindern sollte er sich doch besser um seine Familie kümmern als mit dem Bild
umherziehen.
Als bei einer Dekanatskonferenz in Santa Maria aus der Runde der Priester
ähnliche Vorwürfe kamen, ist sein zuständiger Pfarrer P. Dorvaline Rubin für ihn
eingetreten und hat gesagt: „Ich kenne ihn und seine Familie. Deshalb kann
ich bezeugen: hätte ich mehr Väter in der Pfarrei, die so für ihre Familie
sorgen, die so ihre Kinder erziehen wie João Pozzobon. Ich wünschte für alle
Familien eine solch gesunde und frohe familienhafte Atmosphäre wie man sie in
seiner Familie antrifft.“
Wir kennen all die vielen Probleme, die Männer und Frauen des öffentlichen Lebens wie Politiker, Sportler, Künstler, Manager, aber auch Menschen in vielen anderen Berufen haben, die Familie und Karriere unter einen Hut bringen müssen.
Auf die diesbezügliche Frage eines
Theologen, dessen Bruder ein Bundestagsmandat hatte und so oft von der Familie
getrennt war, antwortete Pater Kentenich 1963:
“Der inneren Wertschätzung nach, im Prinzip und auch in der Durchführung
steht die Familie an erster Stelle. Wenn aber jemand z. B. ein öffentliches Amt
innehat, ist die Anwendung nicht immer möglich. Dann muss auch die Familie dafür
Verständnis aufbringen.“
Herr Pozzobon und seine Familie haben
diese Grundsätze Pater Kentenichs vorgelebt und bewiesen, dass es geht.
Basis war zunächst seine Grundhaltung und -einstellung, die er ausdrückt mit den
Worten:
“Mein erstes Apostolat gilt meiner Familie, dafür bin ich vor Gott
verantwortlich.“
“Ich habe der Gottesmutter gesagt, wenn ich die ganze Welt bewegen würde, aber
meine Familie vernachlässigen müsste, dann wäre alles nichts.“
Bei seinem Aufenthalt 1979 in Deutschland
besuchten wir mit Herrn Pozzobon ein Zeltlager der Speyrer
Schönstatt-Mannesjugend. An diesem Nachmittag wurde von den Jungen ein Spiel
aufgeführt über den Heiligen Nikolaus von der Flüe. Dargestellt wurde besonders
das Ringen mit seiner Frau Dorothea um ihre Zustimmung, dem Ruf Gottes folgend,
seine Familie zu verlassen.
Pater Humberto Anwandter konnte Herrn Pozzobon alles übersetzen. Tief
beeindruckt sagte Pozzobon mir auf der Heimreise: „Was Bruder Klaus
getan hat, ist schon heroisch. Ich respektiere und bewundere es, aber meine
Sendung ist es nicht. Meine Sendung ist es, in der Familie zu bleiben und aus
der Familie heraus zu wirken.“
Nun zu der Frage, was sagt ihre Frau dazu? Als Antwort erzählte er: „Ich bin jahrelang jeden Abend weg gewesen und meine Frau hat jeden Abend auf mich gewartet. Wenn ich zu später Stunde müde zurückkehrte, hat sie mich immer mit einem ‚Cafezinho’ erfreut. Aus Dankbarkeit dafür habe ich ihr jeden Morgen einen ‚Cafezinho’ ans Bett gebracht“. (Spontaner Beifall der Mütter und Frauen)
Das Miteinander von João und Vitoria war
geprägt von Natürlichkeit, Liebe und Ehrfurcht sowie einem herzlichen
gegenseitigen Wohlwollen. Mich hat es immer berührt, wenn seine Frau im Gespräch
von „Meu João“ (mein Johannes) sprach.
Ich hatte immer den Eindruck, Frau Vitoria ist stolz auf ihren Mann und sein
Wirken. Sie war voll und ganz mit seinem Tun einverstanden und unterstützte ihn.
Nach außen war sie zurückhaltend und blieb im Hintergrund. Bei kirchlichen
Feiern und Veranstaltungen, z. B. bei Wallfahrten und Prozessionen, Weihen,
Krönungen und Weiheerneuerung, Diakonatsweihen usw., die Pozzobon organisierte, da
war sie immer dabei.
In seinem Nachruf zu ihrem Tod schrieb Herr Pozzobon: „Vitoria, 29 Jahre hast du die Kampagne der ‚Pilgernden Gottesmutter’ begleitet. Nie hast du ein Wort dagegen gesagt. Immer warst du für sie da. Selbst der Tod wird deine Begleitung nicht unterbrechen.“
Bevor Herr Pozzobon mehrere Tage weg ging, hat er seine Familie immer in einem Gebet der Gottesmutter anvertraut und gesagt: „Ich gehe jetzt für Dich, deshalb musst Du für meine Familie sorgen.“
Im Nachruf erwähnte er weiter, es habe ihn immer sehr bewegt und bestärkt, wenn seine Frau ihm zum Abschied ein Kreuz auf die Stirn gemacht habe mit den Worten: „Der Schutzengel möge dich begleiten und die Mutter und Königin dich beschützen und segnen.“
Ihre Schwägerin bezeugt, Vitoria habe ihr einmal gesagt: „Ich glaube, ich habe den besten Mann der ganzen Welt. Ich kann mir keinen besseren vorstellen als João.“
José Maramarco von Porto Alegre, bekannt geworden durch seine außergewöhnlich
erfolgreiche Arbeit mit der Pilgernden Mutter und Königin in den Gefängnissen,
wofür ihm die Ehrenbürgerschaft verliehen wurde, erzählt, dass ein Gespräch mit
Herrn Pozzobon ihn zu seiner jetzigen Tätigkeit im Rentenalter geführt habe;
heute sei er täglich mehr Stunden (ehrenamtlich) tätig als früher in seiner
aktiven Dienstzeit. In diesem Gespräch hat Pozzobon ihm auch erzählt, wie er
seine Frau in den letzten Tagen vor ihrem Tod begleitete: Er brachte ihr jeden
Tag die Heilige Kommunion. In der Sterbestunde war er bei ihr, er hat ihre Hand
gehalten und sie hat seine Hand umfasst, in der anderen Hand hielt er betend den
Rosenkranz. So hat er seine Frau heimgeleitet in die Ewigkeit.
Das hat José Maramarco tief berührt und er meinte: „So möchte ich auch einmal
sterben.“
Beim Sterbeamt standen 10 Priester am Altar, ein Zeichen der Dankbarkeit und
wohl auch begründet durch das Ansehen, das Frau Vitoria Pozzobon hatte.
Nun zum Thema João Luiz Pozzobon als Vater seiner Kinder.
Vorab Auszüge aus einem Brief von Schwester Terezinha, veröffentlicht im Werkbrief der Männer in Deutschland vom 1. März 1952:
„... Ich freue mich so über die Mitglieder
der Bewegung, die im letzten Jahr der Gottesmutter Blanko-Vollmacht gaben. Sie
arbeiten wirklich fleißig weiter. Die erste Männergruppe nennt sich
Josef-Engling-Gruppe ... Besonders Herr Pozzobon ist ein zweiter Josef Engling.
Er ist fast am Erblinden, auf einem Auge sieht er fast nichts mehr. Er hat hohen
Blutdruck und sollte eigentlich nicht viel arbeiten, aber er opfert sich ganz
auf für die MTA und ihr Werk. Denk nur: Jeden Abend begleitet er da draußen das
MTA-Bild und sammelt dazu täglich 150 bis 200 Leute um sich. Bei Regenwetter,
wenn alles aufgeweicht ist, geht er barfuss voran und die anderen folgen ihm. Er
bringt es fertig, die härtesten Sünder zur Osterbeichte zu bringen, oft nach 20
Jahren. ...
Er hat die Leute seiner Gegend ganz in der Hand. Im Mai kam er mit einer großen
Prozession von 500 Leuten zur Maiandacht. Dieser Tage äußerte er: er sei
dahintergekommen, dass es keine großartige Wissenschaft brauche, um Apostel zu
sein., man dürfe nur keine Opfer scheuen, nichts für sich haben wollen, dann
würden einem die Leute folgen. ...
Und wie er daheim mit seiner Familie umgeht! Er möchte, dass alle seinen Eifer
teilen, verpflichtet aber keinen dazu, wohl aber tut es ihm weh, wenn nicht alle
mittun. Für die Kleinen hat er sich kleine Aneiferungsmittel ausgedacht. Für
alles weiß er sie zu belohnen. ...“
Damit kommen wir ihm als Vater und Erzieher seiner
Kinder etwas näher.
• Er regt an durch Wort und Beispiel.
• Für die Kleinen erfindet er Aneiferungsmittel.
• Für alles weiß er sie zu belohnen.
• Er lässt Freiheit.
Einige Zeugnisse seiner Söhne und Töchter mögen die Aussage von Schwester Terezinha bestätigen.
Die jüngste Tochter Wilma bezeugt: wer erzählen konnte, was der Priester gepredigt hatte, oder wer das Sonntagsevangelium behalten hatte, wurde vom Vater belohnt. Deshalb haben wir immer gut aufgepasst.
Tochter Nair erzählt: unser Vater war ein
gutmütiger Mensch. Wenn er auf etwas aufmerksam wurde oder korrigieren musste,
geschah es mit Festigkeit, jedoch mit Güte. Er hat uns nie geschlagen.
Als wir noch kleiner waren, hat er nach Ladenschluss, besonders im Winter, wenn
wir nicht mehr wegen der Dunkelheit draußen spielen konnten, mit uns gespielt.
So konnte die Mutter ungestört das Abendessen richten.
Unser Essen war einfach, gut und reichlich. Gemüse und Salate etc. hatten wir
aus dem eigenen Garten. Zum Essen gab es nur, was auf dem Tisch stand, aber er
ließ uns volle Freiheit, was und wie viel wir essen wollten.
Neben dem Gemüsegarten kultivierte er einen großen Obstgarten mit Mandarinen,
Apfelsinen, Birnen, Pfirsichen etc.
Unser Vater hat alle Kinder gleich behandelt. Doch nachdem ich verheiratet war
und 8 Kinder hatte, glaubte ich mich etwas bevorzugt. Er kam öfter mal vorbei,
um sich nach unserem, besonders aber nach dem Befinden der Enkel zu erkundigen.
Tochter Pedrolina wusste zu berichten, wenn sie ein Kind erwartete, hat er immer mit ihr und der Familie eine Novene gehalten, damit alles gut geht. Wenn sie Geburtstag hatte, hat er mit der Pilgernden Gottesmutter einen Besuch gemacht und die ganze Familie hat zusammen den Rosenkranz gebetet. Seine Enkel bekamen zu jedem Geburtstag einen Glückwunschbrief mit einer Botschaft.
Bei seinem Nachlass gab es noch vier Oktavhefte mit den Aufzeichnungen über das Betragen seiner Kinder.
Eine Tochter sagte dazu, unser Vater hat uns früh
geweckt. Nach dem Morgengebet gingen die älteren an ihre Arbeit. Für die
Kleineren, die zur Schule gingen, gab es eine Tagesordnung. Zum Beispiel: 7.00
Uhr Aufstehen, Kreuzzeichen, Waschen, Morgengebet, kleine Weihe, Kaffee, Schule.
Auch der Gehorsam während des Tages wurde belohnt.
Sie erzählt weiter: der Vater hatte ein Punktesystem. Gutes Verhalten gab
Pluspunkte, Ungehorsam oder etwas Negatives bewirkten Punkteabzug. Ende des
Jahres hat er dann den Pater Gabriel Bolzán eingeladen, die Bewertungen
vorzunehmen. Dem entsprechend gab es dann die Geschenke. Es war für uns Kinder
ein Tag übergroßer Freude.
Tochter Wilma erzählt: Unser Vater war sehr sorgfältig und achtete besonders auf Sauberkeit. Er selber war immer ordentlich gekleidet, jeden Tag frisch rasiert und geduscht. Das Bad verließ er pico bello sauber, der Boden trocken gewischt und die Tücher hingen auf der Leine. Darin war er uns allen ein Vorbild.
Ari, der älteste Sohn erzählt: Mein Vater hat mit viel Liebe unser Vieh gepflegt und versorgt. Unsere Pferdchen waren immer gut in Futter. Wenn er mit ihnen länger unterwegs gewesen war, hat er bei der Rückkehr zuerst die Pferde trocken gerieben und versorgt. Oder für die Kühe hat er eine Überdachung gemacht, damit sie im Winter nicht im kalten Regen stehen mussten.
Der Vater hat selber Zuckerrohr, Mandioca,
Luzerne etc. angepflanzt und so für die Wintermonate vorgesorgt. Unser Vater war
immer darauf bedacht, die Lebensbedingungen der Familie zu verbessern. Wir haben
einen guten Brunnen. Ich erinnere mich, als ich noch klein war, wurde das Wasser
für das Haus mit dem Eimer geholt. Er hat dann einen Wassertank gekauft und eine
Wasserleitung zum Haus legen lassen. Von der Bahn hat er eine Treppe aus Eisen
besorgt und so wurde das Brunnenwasser mit dem Eimer die Treppe hoch in den Tank
gefüllt. Küche und Bad hatten fließendes Wasser.
Der nächste Schritt war dann die Handpumpe, mit der das Wasser hochgepumpt
wurde. Dabei konnten wir größeren Kinder dann schon helfen. Nachdem wir von der
Eisenbahn Stromanschluss bekamen, hat er sehr bald eine elektrische Pumpe
installieren lassen und so die Wasserversorgung für Haus, Garten und Vieh
gesichert. Ich glaube, es war die erste elektrische Pumpe in der Umgebung.
In vielen Gesprächen mit Ari konnte ich feststellen, welche Hochachtung er vor seinem Vater hatte, nicht einmal eine Andeutung von Kritik. Eines Tages erzählte er mir, er habe die Kühe verkauft, weil er nicht mehr ansehen konnte, dass der Vater so früh aufsteht um die Kühe zu melken. Sein Vater erzählte mir, Ari habe die Kühe verkauft, weil er das Geld zum Kauf eines kleinen Lastwagens gebraucht habe. Lächelnd fügte er aber hinzu, ich bin froh damit, denn es ist für mich doch eine große Erleichterung.
Eine Tochter erwähnt: Wir haben alle die Volksschule besucht (was zu der Zeit nicht selbstverständlich war, weil es noch keine Schulpflicht gab). Unsere Eltern hätten gerne gesehen, wenn wenigstens der Eine oder Andere weiter studiert hätte, doch konnten sie keinen dafür gewinnen. Sie haben uns die Freiheit gelassen und nicht unter Druck gesetzt, uns aber wohl gewarnt: hoffentlich bereut ihr es später nicht.
João Pozzobon war der ruhende Pol seiner
Familie, doch er hatte die Dinge in der Hand, hat nichts laufen lassen. Seine
Tochter Nair, Mutter von acht Kindern, sagte: Unser Vater war konsequent,
fest, aber immer gütig.
Der jüngste Sohn Humberto drückt es so aus: Mein Vater war immer gut, aber
streng.
Alle sieben Kinder sind gut geraten. Die verheirateten führen bis heute gute Ehen. Das ist zunächst der Gnade Gottes und dem Schutz Mariens, aber wohl auch dem erzieherischen Wirken Herrn Pozzobons zu verdanken.
Fortsetzung folgt!
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