Pressebericht

Etwa 250 Männer und Frauen aus 16 Diözesen folgten am Dreifaltigkeitssonntag der Einladung der Schönstatt-Männerliga zu einer Wallfahrt, die unter dem Leitwort stand: „Vaterspuren wollen wir folgen“.

An der Dreifaltigkeitskirche, die zum Dank für die Bewahrung Schönstatts im 2.Weltkrieg gebaut worden ist, trafen die ersten Pilgergruppen schon ab 9.00 Uhr ein. Es bestand Gelegenheit, das Sakrament der Versöhnung zu empfangen. Bei angenehmen frühsommerlichen Temperaturen begrüßten sich die Teilnehmer herzlich, da an diesem Tag gewachsene Freundschaften gepflegt und neue Teilnehmer in die Gemeinschaft eingeführt werden.

Alle Wallfahrer, die sich mit PKW, Bus oder Bahn auf den Weg nach Schönstatt gemacht hatten, wurden vor dem Festgottesdienst vom verantwortlichen Leiter des Wallfahrtstages, Herrn Marienbruder Gebhard Maria Basler begrüßt und mit herzlichem Beifall bedacht. Besondere Erwähnung fand Pfarrer Wolfgang Wachter, der schwer erkrankt ist. Für seine Genesung wurde zum Gebet angeregt.

Gegen 10.45 Uhr begann in der Dreifaltigkeitskirche der feierliche Gottesdienst , der von einer Schola umrahmt und von Monsignore Dr. Peter Wolf zelebriert wurde. Dr. Wolf rief in einer theologisch anspruchsvollen und die Zuhörer beeindruckenden Predigt zum Leitthema des Wallfahrtstages unter besonderer Berücksichtigung der Dreifaltigkeit dazu auf , in Jesus Christus die Spur, die zum Vater führt, zu entdecken, eine Spur, die uns befähigt, eine persönliche Beziehung zu Gott, unserem Vater zu entwickeln. In gleicher Weise gelte dies auch für das Wirken des Heiligen Geistes. Schließlich lenkte Monsignore Dr. Wolf die Aufmerksamkeit der Pilger auf Pater Kentenich und dessen überragendes väterliches Wirken.

Während des Gottesdienstes wurden Fürbitten von Männern aus den vertretenen Diözesen, unter anderem auch für Pfarrer Wachter, vorgetragen.

Beim anschließenden reichhaltigen Mittagessen entstand ein intensiver Meinungs- und Erfahrungsaustausch
über die am Morgen angesprochenen Themen.

Um 14.00 Uhr scharten sich die Wallfahrer um das Urheiligtum , wo in einer Andacht an den Beginn der Schönstattbewegung am 18. Oktober1914, also vor bald 100 Jahren, erinnert wurde. Damals hatte Pater Kentenich zusammen mit seinen Studenten veranlasst, dass das Kapellchen restauriert und der Mutter Gottes geschenkt wurde. Von diesem Zeitpunkt an wirkt die Gottesmutter in besonderer Weise in Schönstatt.

Vom Urheiligtum zogen die Pilger anschließend - den lichtreichen Rosenkranz betend – zu dem vor 12 Jahren von Erzbischof Kardinal Errázuriz eingeweihten Taborheiligtum, dem geistlichen Zentrum der internationalen, aber auch nationalen Männerbewegung auf dem Marienberg und zu den nunmehr in unmittelbarer Nachbarschaft errichteten Wächterhäusern.

Auf dem Vorplatz konnte man sich bei trockenem Wetter und angenehmen Temperaturen auf bereitgestellte Bänke niederlassen, um der abschließenden Andacht mit Ansprache und eucharistischem Segen beizuwohnen, die traditionell ganz im Zeichen der Begegnung mit dem eucharistischen Herrn stand. In seiner lebendigen und originellen, vom Beifall der Pilger unterbrochenen Ansprache berichtete Pater Ammann von seinen persönlichen Begegnungen mit Pater Kentenich, die von väterlicher Barmherzigkeit getragen waren.

Auf diese Weise wurde den Pilgern nachhaltig die Auseinandersetzung mit dem Gründer der Schönstattbewegung, Pater Kentenich, der ein Transparent des himmlischen Vaters geworden ist, anempfohlen, damit wir auf diesem Weg Vaterspuren folgen und selbst väterliche Tugenden  entwickeln.

Im Anschluss an den eucharistischen Segen  wurde noch ein Lied vorgestellt, das die neue Jahresparole:
Sei Vater für Familie und Welt“ musikalisch interpretiert.

Nach einem stärkenden Kaffee konnte die zum Teil lange Heimreise angetreten werden.

Jörg Ziegler