„João Luiz Pozzobon als Vater für die Welt“

Fortsetzung:

Zuerst eine Vorbemerkung: Was in Schönstatt geworden, ist durch den praktischen Vorsehungsglauben geworden (P. K.).
Was könnte der liebe Gotte durch uns wirken, wenn wir uns von IHM führen ließen (P. K.).

Genau dieses können wir bei Herrn Pozzobon beobachten, bzw. feststellen. Vom 15. Lebensjahr an sehbehindert, konnte er weder ein Buch noch eine Zeitschrift lesen. Doch um so mehr wurde er ein Hörender. Auf Gott hörend und als Werkzeug in der Hand der Gottesmutter hat er sich von IHR führen und gebrauchen lassen.

Wenn wir im 3. Teil Pozzobon als Vater für die Welt kennen lernen wollen, dann muss uns klar sein, dass er wegen der von der Natur ihm auferlegten Grenzen kein politischer Sozialreformer werden konnte.
Trotzdem fand am 13. Dezember 2007 im Landtag von Rio Grande do Sul eine Gedenkstunde zu Ehren von João Luiz Pozzobon statt. In dieser Feierstunde stellte der Abgeordnete Fabiano Pereira den anwesenden Landtagsabgeordneten und Gästen João Pozzobon vor

·     als beeindruckende Persönlichkeit

·     als unermüdlichen Pilger

·     als bedeutend durch soziales Wirken

·     als Laie, Familienvater und als Diener Gottes.

Pereira sagte: „Ein Mann, der hier im Staat Rio Grande geboren wurde und die Welt gestaltet hat, indem er Liebe zum Leben und zu Maria und Ehrfurcht vor dem Nächsten verbreitete.“

Wie kam es dazu, wie hat Maria ihn geführt?

Die von der Schönstattbewegung in Santa Maria Brasilien im September und Oktober 1950 durchgeführte Aktion: die MTA besucht vom Kapellchen aus die Familien, bei der Herr Pozzobon die Verantwortung für ein Pilgerbild übertragen wurde, hörte wie geplant Anfang November 1950 auf. Pozzobon kam jedoch auf Grund der Erfahrungen der vergangenen zwei Monate zu der Überzeugung:

„Wenn die Besuche der Pilgernden Gottesmutter in den Familien sich so segensreich auswirken, dann darf man nicht aufhören, dann muss es weitergehen.“
In eigener Verantwortung stellt er sich der MTA für ihre Besuche in den Familien als Werkzeug zur Verfügung. Unterstützt von seiner Tochter Otilia besucht er nun Abend für Abend zunächst Familien in seiner näheren Umgebung, um dann weiter außerhalb tätig zu werden. Waren es in der ersten Region überwiegend Familien der in den Werkstätten der Eisenbahn beschäftigten Arbeiter, so waren es in der zweiten Region von der Landwirtschaft lebende Familien, nicht reich, aber auch nicht arm und in der Mehrzahl noch intakte Familien. Deshalb blieben die Besuche der Pilgernden Gottesmutter auch mehr im Bereich des Religiösen.

Im Juli 1952 führt ihn die Pilgernde in die Region Osthang des Cerittos km 3 (kleines Gebirge) und der vorgelagerten Pampa. Hier trifft er auf Familien, die sowohl materiell in bitterster Armut leben, - sie leben vom Betteln-, als auch kulturell - Erwachsene wie Kinder sind Analphabeten – als auch religiös – religiöses Wissen ist nicht vorhanden.

Papst Johannes Paul II. bezeichnet die Pilgeraktion der Gottesmutter als ein „Wiederaufleben des Besuches Mariens bei Elisabeth“ (Zeichen des Widerspruches S. 51).

Maria aber ging übers Gebirge um Elisabeth zu helfen. Also kann ihr „Eselchen“ nicht ausruhen, sondern wird zur helfenden Hand der Gottesmutter. Er nimmt die neue Herausforderung an, die für ihn zu einer Daueraufgabe wird.
Neben den Familienbesuchen am Abend erwirbt er dort auch ein kleines Grundstück und regt an, hier eine kleine Kapelle zu bauen. Es wird den ärmlichen Verhältnissen entsprechend „à Capelinha de Capim“, das Graskapellchen.
Am 23. Dezember 1952 ist es fertig. Die Gottesmutter mit ihrem Kind kann Einzug halten. Pater Benjamin Ragaguin segnet es. Zum ersten Mal treffen sich die Armen zu einer Weihnachtsfeier. Die Marienschwestern helfen mit bei der religiösen Gestaltung der Feier und auch nachher bei der Bewirtung mit Kaffee und Kuchen. Ein gemeinschaftliches und religiöses Erlebnis, an dem diese Armen, Erwachsene und Kinder, zum ersten Mal in ihrem Leben teilhaben durften. Es wurde zu einer festen Tradition, die dann mit der ersten heiligen Messe am 25. Dezember 1954 noch überhöht und gefestigt wurde.
Jeden Sonntag um 14.00 Uhr betete Herr Pozzobon hier mit dem einfachen Volk den Rosenkranz.

Die Errichtung einer Grundschule war ein weiterer wichtiger Schritt. Am 17. März 1954 beginnt im Graskapellchen der Unterricht. Das Gelände hat er mit Schattenbäumen bepflanzt, so dient es den Kindern als Schulhof und der Kapellengemeinde für größere Veranstaltungen. Hinter der Kapelle hat er für eine Wächterfamilie ein Haus gebaut, die auch für die Sauberkeit und Ordnung verantwortlich war.

Bewegt von der Not obdachloser Familien gründet João Pozzobon am 1. Mai 1954 die „Villa Nobre da Caridade“.
Entlang des Zuweges zum Kapellchen kann er ein Grundstück zum Bau von 13 Häuschen erwerben. Obdachlose Familien können dort gratis wohnen. Herr Pozzobon hat aber Verhaltensregeln aufgestellt, auf die sie sich vertraglich verpflichten und an die sie sich halten müssen. Bei einer solchen Siedlung muss man sehr aufpassen, dass sie nicht in Verruf kommt, sagte er; da sie eine Siedlung der Gottesmutter ist, darf dies nicht geschehen.
Weil er auf diese Familien einen besonderen Einfluss hatte, wurden sie zur Kerngruppe der Kapellengemeinde.
So konnte Bischof Don Ivo Lorscheiter bei seinem Besuch am 8. September 1975 sagen: „Dies ist eine wirkliche Basis-Gemeinschaft, inspiriert von der Mutter und Königin, als noch niemand an so etwas dachte.“

Eines Tages machte ich mit einem Priester aus Europa einen Besuch in der „Villa Nobre“. Zu unserer Freude trafen wir Herrn Pozzobon an, der beim Kapellchen mit dem Wächter im Gespräch war. Nach einer herzlichen Begrüßung und Vorstellung entwickelte sich ein Gespräch. Aus diesem Gespräch habe ich zwei Aussagen behalten.

Der Wächter sagte: „João é nosso Papa“.
Pozzobon antwortete schmunzelnd: „Papagaio“.

Wenn dieser verheiratete Mann, selbst Vater von mehreren Kindern, sagt: „João ist unser Vater,“ dann trifft er den Kern des Wirkens von João Luiz Pozzobon.
João schenkt uns Vaterliebe und Vatersorge und er fördert und erzieht uns mit Vaterweisheit und Vaterautorität.

Am 1. Mai 1955 konnte Pater Vitalino Trevisan einen Kreuzweg errichten. Er führte entlang des Weges zum Kapellchen. Vor jedem Haus eine Station, die dann auch von dieser Familie gepflegt und geschmückt wurde.
An jedem Herz-Jesu-Freitag und besonders in der Fastenzeit hat Herr Pozzobon mit der Kapellengemeinde den Kreuzweg gebetet.
Er sorgte für eine gute Katechese.
So heißt es in einem Bericht: Am Weihnachtstag 1956 empfingen sieben Erwachsene die erste heilige Kommunion (Herr Schröder).
Herr Pozzobon schreibt: „Von diesem Tag an begannen die Bekehrungen“.

1964 wurde die Graskapelle durch eine schönere und größere, mit Ziegeln gedeckte ersetzt. Blau angestrichen soll sie auf Maria und den Himmel hinweisen. Sie wurde am 1. Mai 1964 von Pater Gabriel Bolzam mit großer Beteiligung des Volks gesegnet und erhielt den Namen „Capelinha Azul (blaue Kapelle).
Da die Kapelle auch als Grundschule diente, war sie ein Fortschritt und eine Verbesserung für die Lehrkraft und die Schüler.

Wie sehr die Unterrichtung der Kinder ihm ein Herzensanliegen war, zeigt ein Brief vom 8. März 1957 an den Ministerpräsidenten von Rio Grande do Sul, Herrn Ildo Menegueti. Durch die Schulkampagne hatte er manches beobachtet. Er teilte diese Erfahrungen dem Ministerpräsidenten mit. Unter anderem weist er darauf hin, wie wichtig Schulbildung für die Kinder der Armen ist, da sie ohne jegliche Schulbildung sehr schnell in die Kriminalität absinken. Darum bittet er, durch ein Gesetz die Eltern zu verpflichten, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Er erinnert an die Verantwortung der Eltern und des Staates für eine gute Erziehung und Bildung der Kinder, zum Wohle der Kinder, ihrer Eltern und des Vaterlandes.

João hatte keine Scheu vor weltlichen und kirchlichen Autoritäten. So macht er den Präfekten des Stadt- und Landkreises Santa Maria auf Missstände aufmerksam und macht Vorschläge zur Verbesserung. Doch bedankt er sich auch bei diesem, als er bei den Omnibushaltestellen Überdachungen und Sitzbänke hat anbringen lassen.

Mit wachem Interesse beobachtet er die Vorgänge und Entwicklungen in Welt und Kirche. Trotz der Grenzen, die ihm gesetzt sind, - zum Beispiel kann er keine Zeitung lesen und später beim Fernsehen sieht er nur, dass sich da etwas bewegt, informiert er sich aber, er fragt, er hört und handelt.
Von Kommune und Pfarrei bis zu den weltkirchlichen Ereignissen, er nimmt dazu Stellung. So schreibt er an Pfarrer, Bischöfe, an den Nuntius und an den Papst. Er trägt seine Anliegen vor und bedankt sich für getroffene Entscheidungen und Anregungen.

Sein Pfarrer, obschon Anhänger der Theologie der Befreiung, muss sein fruchtbares Wirken auf religiöser und sozialer Ebene anerkennen. Darüber hinaus bezeugt er: Die Familie Pozzobon hat immer aktiv am Leben der Pfarrei teilgenommen, besonders in der Kapellengemeinde ihres Stadtteils. Herr Pozzobon hat immer wieder das Gespräch gesucht, mich informiert oder meine Zustimmung eingeholt etc. Bei ihm wusste man, wo man dran war. Diese Offenheit hat Vertrauen geschaffen.

Als es beim Bau der neuen Kirche in seinem Stadtteil zu schweren Meinungsverschiedenheiten in den zuständigen Gremien kam, war es Herr Pozzobon, der durch seine moralische Autorität und mit Weisheit den Frieden wieder herstellen konnte zum Wohle der Gemeinde.
Nicht ohne Grund konnte sein Bischof von ihm sagen: Pozzobon war ein Mann des Friedens. Er strahlte nicht nur Ruhe und Frieden aus, sondern wir werden im Himmel einmal feststellen, wie viel Frieden er gestiftet hat in den Seelen der Menschen, in den Familien und in den Familien untereinander.

Ich erinnere daran, wie er den verbitterten Streit in einer Großfamilie schlichten konnte, indem er einen ganzen Nachmittag im Wohnzimmer dieser Familie eine Anbetung organisierte, an der nicht nur die Familienmitglieder, sondern auch die Nachbarfamilien teilnahmen. Der im Sakrament gegenwärtige Friedensfürst konnte die Herzen bewegen, so wurden Versöhnung, Frieden und eine Lösung möglich. Herr Pozzobon meinte, solche Erlebnisse stärken den Glauben des Volkes.

Eine große Freude war es für ihn, wenn mit seiner Hilfe wieder eine Familie auf eigenem erworbenem Grund ein Haus bauen konnte. Das ist immer ein kultureller Fortschritt, es stärkt das Selbstbewusstsein und auch die Kinder können sagen: „Das ist unser Haus“. João selber konnte dann einer anderen Familie Obdach geben und sie in die Erziehungsschule der Mutter und Königin aufnehmen.

João Pozzobon war sehr darauf bedacht, dass vor dem Gesetz alles in Ordnung war. Ob Grundstücke, Häuser, Schulen, Kapellen, Mietverträge, Kreuzweg etc. alles war von den zuständigen staatlichen, bzw. kirchlichen Instanzen legalisiert. Sonst steht man bei auftretenden Schwierigkeiten dumm da.
Ebenso hat er dafür gesorgt, dass die Familien mit Eltern und Kindern auf dem Standesamt angemeldet wurden. Er sagte mir, wenn sie nicht angemeldet sind, sind sie offiziell keine Bürger Brasiliens, sie können nicht wählen, bekommen kein Kindergeld, die Kinder stehen nicht in den Schullisten usw.

Ich glaube, wir verstehen jetzt, wenn wir das alles so auf uns wirken lassen, dass der Familienvater sagen konnte: „João ist unser Vater“. Es blieb nicht bei einzelnen karitativen Hilfen, sondern es war ein dauerndes Bemühen, die Armen aus Not und Elend in eine bessere Zukunft zu führen und das, wie schon erwähnt, materiell, kulturell und religiös.

Bei diesen Bemühungen blieben auch für ihn Enttäuschungen nicht aus, doch konnte er sagen: Ich habe es nie bereut, die sozialen Aktionen in Verbindung mit der Kampagne der Pilgernden Mutter und Königin begonnen zu haben.
Viele Einzelheiten dieser Tätigkeiten können Sie nachlesen in den Vorträgen über die leiblichen und geistigen Werke der Barmherzigkeit (vgl. SchönstattMann 3 und 4/2000).

Eines seiner letzten Unternehmen war die Errichtung eines festen und dauerhaften Kreuzweges entlang der Straße vom Taborheiligtum in Santa Maria zur „Villa Nobre“: feste Betonstehlen mit von Schwester Senira entworfenen, in Bronze gegossenen Stationen. Bischof, Pfarrer und Bewegungsleiter wollten ihn überzeugen, diese im zukünftigen Gelände der Wallfahrt aufzustellen. Doch sie konnten ihn dazu nicht bewegen. Herr Pozzobon sagte mir: Es ist mein Anliegen, damit die Armen in Schönstatt nicht vergessen werden. Der Kreuzweg soll zu den Armen gehen, andererseits aber auch diese zum Heiligtum führen. In der Tat bleibt die soziale Komponente der Pilgerkampagne zumindest in Lateinamerika lebendig und auf den verschiedenen Ebenen wirksam.

Ich erinnere an das Wort Pater Kentenichs an seine Zuhörer 1951 im Chileterziat: „Erweis der Echtheit des Liebesbündnisses mit Gott und der Gottesmutter ist zu finden in der Echtheit der Liebe zum Nächsten,“ ... und „gerichtet werden wir vom Herrn nach dem Maße, wie wir die leiblichen und geistigen Werke der Barmherzigkeit getätigt haben.“

So konnte sein inzwischen verstorbener Bischof Don Ivo Lorscheiter sagen: „Solche Männer wie Pozzobon brauchen wir, die einerseits tiefgläubige, gottverbundene Menschen sind und aus dieser Bindung an Gott und die Gottesmutter heraus aktiv und erfolgreich die sozialen Probleme unserer Zeit lösen.

 

Nachbetrachtung zum obigen Vortrag:

Wer an der Oktoberwoche 2007 teilnehmen konnte, erinnert sich sicher noch an den Vortrag von Schwester Doria. Sie zeigte uns, wie die göttliche Vorsehung durch die konkreten Lebensverhältnisse Herrn Pater Kentenich zu einer tiefen sozialen Grundhaltung führten. Aus dieser Haltung erwuchs einerseits sein persönliches soziales Engagement, andererseits sein Bestreben, Persönlichkeiten zu erziehen und zu formen, damit sie durch die Kraft des Liebesbündnisses befähigt werden, die Not der Mitmenschen zu sehen und für Abhilfe zu sorgen, dies jedoch nicht neben der Bindung an Maria sondern als Ausfluss dieser Bindung.
Schwester Doria hat uns dankenswerterweise aufmerksam gemacht auf einen Vortrag, den Pater Kentenich kurz nach dem 18. Oktober 1914 für Schüler gehalten hat.

Einige Auszüge aus diesem Vortrag mögen uns aufhorchen lassen und anregen.

„Unsere bisherige Selbsterziehung hat die Probe aufs praktische Leben nicht bestanden, sie weist einen empfindlichen Mangel auf; sonst ständen wir den sozialen Fragen nicht vollständig rat- und tatenlos gegenüber. Und daraus der zwingende Schluss: In diesem Jahre muss der begangene Fehler wieder gut gemacht werden. Ich muss mich mit aller Energie zu sozialem Verständnis und zu sozialer Arbeit erziehen.

Wie können und müssen wir uns zu sozialer Arbeit erziehen?
Erinnern Sie sich an die doppelte Aufgabe, die diese Erziehung zu lösen hat? Sie muss anleiten:

1.)  die Gründe der großen gesellschaftlichen Missstände unserer Zeit
zu erkennen
,

2.   die Mittel zu gebrauchen, die die Missstände beseitigen können.
Also soziale Kenntnis und soziale Tat!

Weit weniger jedoch als die Erziehung zu sozialem Verständnis ist die Erziehung zu sozialem Geist, zu sozialen Taten. Es ist hier halt wie bei allen Forderungen des sittlichen Lebens. Das Wissen allein tut’s nicht, gerade so wenig wie das Erlernen der Regeln einer fremden Sprache oder der Mathematik oder irgendeines anderen beliebigen Unterrichtsgegenstandes viel Zweck hat. Die Hauptsache bleibt halt immer die ständige Übung. Und jede praktische Übung einer erkannten Wahrheit wirft auf diese wieder helleres Licht. Daher die Tatsache, dass einfache Leutchen, die ganz nach ihrem Glauben leben, nicht selten eine bewundernswert tiefe und sichere Erkenntnis der Religion besitzen. Ja, Erziehung zu sozialem Geist und Tun, darauf müssen wir den Schwerpunkt legen!
Sozialer Geist ist der Geist der Liebe, der Güte, der Rücksichtnahme auf andere, des zarten Einfühlens in fremde Not und der bereitwilligen taktvollen Hilfeleistung – mit einem Wort; der Geist eines echt christlichen Opferheroismus.

Nun geht uns allmählich ein Licht auf! Noch klarer werden wir sehen, wenn ich darauf hinweise, dass dieser soziale Geist nur da bestehen kann, wo die Eigensucht, die Selbstsucht, der Egoismus energisch bekämpft werden. Damit eröffnet sich uns ein großes, ausgedehntes Feld sozialer Betätigung!“

(Unter dem Schutze Mariens, Seite 254-258)

Wenn wir nun die soziale Komponente der Führertagung im April 2007 und der Oktoberwoche auf uns wirken lassen, dann können wir feststellen, Herr Pozzobon hat die Saat, die unser Gründer schon 1914 gesät hat, aufgegriffen und ins Leben übertragen. Deshalb gilt auch mit Blick auf die soziale Dimension Schönstatts das Wort unseres Vaters und Gründers: „Was der Herr Pozzobon tut, ist genau das, was wir in Schönstatt von Anfang an gewollt haben“ (11.4.1968, Marienau).