Die MTA als Quellengräberin

 

Im Werkbrief der Männerliga 1952/1, Seite 22 wird aus einem Brief folgendes zitiert:

»Santa Maria, den 21.11.1951

„... Diesen Brief schreibe ich, um Ihnen von der Cidade dos Meninos (= Bubenstadt, eine Art Fürsorgeheim für Jungen, von italienischen Patres geleitet) zu berichten. Wir machten dort am 18.8. einen Besuch mit dem MTA-Bild. Es blieb 2 Tage dort. Ein Angestellter hatte große Not mit dem Brunnenwasser, das ausgetrocknet war. Das wenige Wasser, das sich noch im Brunnen fand, war faul und damit unbrauchbar geworden. Nicht einmal mehr zum Putzen des Hauses konnte man es verwenden, des üblen Geruches wegen. Trotzdem wurde es dazu benutzt, da man den Besuch des MTA-Bildes erwartete und das Haus sauber sein sollte. Am 21. besuchte einer der Patres das Haus, um das MTA-Bild zu begrüßen. Wieder wurde um Wasser gebetet, nachdem schon der Angestellte diese Bitte der Gottesmutter innig empfohlen hatte. Zusammen gingen sie darauf zur Quelle, um zu überlegen, ob man etwas tiefer graben solle. Dort aber gab es eine große Überraschung. Trotz der großen Trockenheit war plötzlich Wasser im Brunnen. Die Quelle gab reichlich und so klares Wasser, wie noch nie. Es schien, als ob das Wasser verwandelt sei. Ich konnte nur denken, die Gottesmutter wolle uns damit zeigen, wie leicht eine Umwandlung (bei uns) ist, wenn man sich ihr überlässt.

Am 8. dieses Monats riefen mich die Patres der Cidade dos Meninos nach dort und legten mir drei kleine Zeichnungen vor für ein kleines Kapellchen. Sie wollten in Erinnerung an den Besuch des MTA-Bildes und aus Dankbarkeit für alle Gnaden, welche die Gottesmutter dort geschenkt hatte, ihr ein kleines Kapellchen bauen. (Nach deutschen Begriffen ein großes Heiligenhäuschen). Am 18. war es fertig und sie luden P. Celestino zur Einweihung ein. Mit zwei Lastwagen kamen die Jungen zum Heiligtum nach Santa Maria, um von da das MTA-Bild abzuholen. P. Celestino sprach dann sehr schön zu ihnen von den Anfängen in Schönstatt, den Sodalen von 1914. Dann fuhr er mit ihnen hinaus zur Einweihung. Es wurden dann auch verschiedene kleine Vorträge gehalten. Auch ich konnte es nicht unterlassen, etwas zusammenzustellen; eine meiner Töchter hat es dann vorgelesen. Nun will man auch in der Bubenstadt an jedem Monatsachtzehnten Wallfahrt halten zum Dank für alle Wohltaten Mariens an diesem Orte. Die Patres sagen, es sei vielmehr religiöses Interesse wachgeworden ...

João Luiz Pozzobon.“ — «

Herr Arendes schrieb dazu folgende Ergänzung:

Gegen den Willen der Bevölkerung, die an der Quelle ihr Trinkwasser holte, musste sechs Jahre später das MTA-Bild aus der Kapelle wieder entfernt werden.
Die Folge: nach der Entfernung des Bildes versiegte die Quelle und blieb trocken bis auf den heutigen Tag.

 

 

Darf ich die Quelle mit garantieren?

Unser Heiligtum lebt immer von dem, was wir schenken. Unser Bündnis mit Maria bedeutet immer: wir bringen stellvertretend für uns und für andere der Gottesmutter unser Leben und SIE schenkt unsere Liebe weiter: SIE sorgt sich um uns – SIE sorgt sich um die Menschen, die wir geistig auf die Wallfahrt mitbringen. Wir geben unsere Dinge in den Krug im Heiligtum und SIE erbittet Wandlung und teilt „Gaben und Gnaden aus“, wie Pater Kentenich es ausdrückt.