Mit unserer diesjährigen Jahreslosung bewegen wir uns auf drei großen Wegen:

ein Dankesweg für unsere Beheimatung auf dem Marienberg durch unsere Liga-Gnadenstätte, vor allem für unser Tabor-Heiligtum und Haus Tabor mit dem Ziel der Krönung unserer MTA im Tabor-Heiligtum, ein Jubiläumsweg mit der ganzen internationalen Schönstattfamilie auf das Jubiläum 2014 zu und gleichzeitig gehen wir solidarisch mit allen Männern den Weg unserer Identitätsfindung zum neuen Mann.

Wollen wir uns zunächst auf unseren Dankesweg konzentrieren: unser Weg auf den Marienberg.

Er führt uns zuerst zur Liga-Gnadenstätte, sie war 1974 die erste lokale Beheimatung unserer Männerliga und wir sind größtenteils schon die zweite Generation, die sich um die Liga-Gnadenstätte und gleichzeitig um unsere MTA schart.

Was bedeutet uns diese Stätte, die symbolhaft die diözesane Struktur unserer Gliederung darstellt? Ist sie nicht der Schlüssel für unsere Beziehung zum Marienberg und so auch zur Gottesmutter? Geschichtlich ist sie der Weg auf den Marienberg hin zur MTA, zu ihrem Gnadenort und gleichzeitig zu unserem Sendungsberg. Sie ist die Einwurzelung der einzelnen Diözesen in den Marienberg und Ausdruck unserer Bindung dorthin. Was das für unsere Gruppenarbeit im Sinne der Beseelung pädagogisch bedeutet, ist wahrscheinlich noch lange nicht ausgeschöpft.

Die Liga-Gnadenstätte war für uns auch wie ein provisorisches Heiligtum auf dem Marienberg, dorthin sind wir gepilgert und haben unsere Weihen abgelegt und erneuert. An diesem Ort hat sich unsere MTA niedergelassen aufgrund unserer Initiativen und Weihen. So dürfen wir auch annehmen, dass unsere Liga-Gnadenstätte ein Baustein zum Tabor-Heiligtum war und ist. Es ist ein Erbe der Geschichte und unser Weg zum Tabor-Heiligtum geht über die Liga-Gnaden-stätte.

Aber der Weg zum Bau des Tabor-Heiligtums hat uns schon mehr gefordert. Es war ein öffentlicher Weg, denn es mussten erst die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden und das ging nicht ohne politisches Handeln. Die politische Mehrheit war nicht wirklich gesichert, so dass wir durch Rückschläge veranlasst waren, jeden Schritt der politischen Entscheidung ganz im Vertrauen auf unsere MTA zu gehen. So kam es dann auch zur Krönung der Mariensäule als die Stätte der gesamten Männersäule am 29. Mai 1994 auf dem Marienberg.

Die Gottesmutter hat den Weg dann bereitet und der damalige Erzbischof und heutige Kardinal von Santiago de Chile, Francisco J. Errázuriz, kam aus Rom und weihte am 15. Oktober 1995 im Rahmen der Oktoberwoche das Tabor-Heiligtum ein. Es war trotz herbstlicher Jahreszeit ein sommerlicher Tag, so dass viel natürliches Licht die Feier überstrahlte und dem ganzen Ringen um die Baugenehmigung ein lichtvolles Ende gab.

Wir dürfen dies als Zeichen deuten, dass unsere MTA uns zum Sieg führt, wenn wir sie in ihrer Aufgabe, ja in ihrer Macht und Sendung anerkennen und wirken lassen. Sie hat uns bewiesen, dass wir mit ihr stark sind und sie will auch, dass wir mit ihr die Welt gestalten und wieder verchristlichen. So ist unser Weg zum Tabor-Heiligtum ein Lehrweg der Führung und Bündniserfahrung mit unserer MTA, der auch beispielhaft für unser Leben und Arbeiten sein will.  Auch in unserem persönlichen Leben will sich unsere MTA einbringen und eingebunden sein. Sie will uns auf dem Weg des Heils begleiten und die Welt heilen, das fortführen, was ihr Sohn begonnen hat.

Eine Wiederholung des Wirkens unserer MTA erlebten wir genauso auf dem Weg zum Haus Tabor, das während der Genehmigungs- und Bauphase den Funktionsbegriff „Wächterhaus“ hatte. Auch da gab es erst die Baugenehmigung nach der Krönung der MTA im Tabor-Heiligtum am 22. November 2002. - Das MTA-Bild mit Krone befindet sich heute im Erdgeschoss des Seminargebäudes von Haus Tabor. Es handelt sich um eine Kopie der Krone vom Puer et Pater-Heiligtum beim Centro Tabor in Südbrasilien bei Santa Maria, die Mario Hiriart auf seiner Reise zu Pater Kentenich in Milwaukee mitnahm und von ihm gesegnet wurde.

Zu deutlich sind die Zeichen unserer MTA auf unserem Weg den Marienberg hinauf. Sie hat ihn durch das Tabor-Heiligtum in Besitz genommen und hat so unser Angebot und unser Tun ernst genommen und vollendet. So will sie auch durch uns die Welt in Besitz nehmen durch uns, durch unser Mittun und durch unsere Initiativen. Das ist unsere Sendung vom Marienberg aus, er ist zutiefst unser Sendungsberg.

Als Dank der Vollendung unserer Wege auf den Marienberg hinauf wollen wir unsere MTA im Tabor-Heiligtum in 2014 als unser Jubiläumsgeschenk krönen. Was erwartet sie jetzt von uns? Was ist unser je eigener Beitrag?

 

Ernest M. Kanzler

Fortsetzung folgt!