Verlaufsbericht zur Männerwallfahrt nach Schönstatt, am 29./30. Mai 2010

 

Nach dem zweijährigen Turnus war diese Wallfahrt, wie der Name schon sagt, eine reine Männerwallfahrt. Alle sind mit privaten Autos angereist. Zwei Gruppen, bzw. Diözesen hatten einen Kleinbus gemietet, damit die Männer bei der Anfahrt nach Schönstatt eine Gemeinschaft waren.

Deshalb war das Beten und Singen sehr eindrucksvoll und andächtig.

Die Männer, welche schon am Samstag angereist waren, hatten Zeit für einen Besuch im Urheiligtum und am Gründergrab. Einige wollten auch noch in die Dreifaltigkeitskirche, da ja Dreifaltigkeitssonntag war.

Am Samstag um 16.30 Uhr begann der offizielle Teil mit der heiligen Messe im Taborheiligtum mit Rektor Hans Schnocks, der der Wallfahrt als Priester vorstand und uns in diesen beiden Tagen begleitete.

Nach dem Abendessen war Beichtgelegenheit im Jugendzentrum, wo auch anschließend der erste Vortrag von Rektor Hans Schnocks stattfand mit dem Thema: Meine Beziehung zum Heiligtum“.

Hierbei berichtete er über die Erlebnisse und Zusammenhänge mit dem Heiligtum in Köln, wo er viele Jahre gelebt hatte.

Der Dreifaltigkeitssonntag und Wallfahrtstag begann mit einem würdigen Morgengebet im Taborheiligtum, gestaltet von der Gruppe aus München.Im Jugendzentrum begrüßte uns sowie die neu angereisten Männer unser Standesleiter, Herr Ernest M. Kanzler, und sagte uns zu, dass er uns und unsere Angehörigen der MTA empfehlen will, damit Sie uns Kraft und Freude schenke.

Anschließend begrüßte uns Herr Basler und stellte die einzelnen Gruppen aus den Diözesen mit der jeweiligen Teilnehmerzahl vor. Es wäre schön gewesen, wenn ein paar Männer mehr gekommen wären.

Nach der Begrüßung begann der Vortrag von Rektor Hans Schnocks mit dem Thema:

Leben aus der Quelle“

Hier lag die Betonung auf den drei „H“: Herrin, Haupt, Heiligtum.

Herrin: Die Beziehung zur MTA ist unverzichtbar, denn jeder, der ein Problem hat, geht zuerst zu seiner Mutter, in unserem Fall zur Gottesmutter.

Haupt: Pater Kentenich ist das Haupt der ganzen Schönstattbewegung. Rektor Hans Schnocks berichtete über die Zeitzeugen von Milwaukee. Er brachte einige Beispiele von Personen, die damals bei ihm Rat und Trost gesucht haben und immer mit Begeisterung von ihm gekommen sind.

Heiligtum: Diese Beziehung ist sehr wichtig. Pater Kentenich wollte, dass unser Schönstatt-Apostolat immer mit der MTA und einem Heiligtum verbunden wird. Dieser Wunsch ging auch in Erfüllung und heute sieht man ja in aller Welt die vielen Filialheiligtümer. Er erinnerte auch an die Hausheiligtümer, damit man zu Hause einen Ort der Anbetung und Betrachtung hat. Dies wurde ausführlich erläutert, aber viel wichtiger seien die Herzensheiligtümer. Wie sieht es in mir aus?

Nach dem Vortrag wurden verschiedenen Arbeitskreise mit jeweils vier bis fünf Männern gebildet, die die Aufgabe bekamen, sich über drei Fragen intensiv auszutauschen:

1. Habe ich zum Heiligtum eine besondere Beziehung?

2. Habe ich ein Hausheiligtum?

3. Habe ich zu Pater Kentenich eine besondere Beziehung?

Diese Themen wurden zum Teil sehr persönlich diskutiert und der Arbeitskreisleiter stellte dann in einer kurzen Zusammenfassung die wichtigsten Punkte in einem Kurzreferat vor. Hierbei sind sehr persönliche Eindrücke vorgetragen worden und man merkte, dass sehr viele Männer eine sehr enge Beziehung zur MTA haben.

Wegen des wechselhaften Wetters wurde der Abschlussgottesdienst im Taborheiligtum gefeiert, wobei einige Männer unter einem kleinen Pavillon draußen Platz nehmen mussten. Das Wetter war uns dann noch einigermaßen gut gesonnen, denn es regnete während der heiligen Messe nicht, nur zum Schluss gab es etwas Weihwasser von oben. Dies alles aber beeinflusste den würdevollen Gottesdienst nicht. Rektor Hans Schnocks ging bei seiner Predigt auf den Dreifaltigkeitssonntag ein. Er erwähnte Goethe, der sagte, dass Dreifaltigkeit eine höhere theologische Mathematik ist. Augustinus meinte, Gott ist die Liebe und Liebe braucht das Du. So stellte er an einigen Beispielen dar, wie unterschiedlich die Dreifaltigkeit gesehen wird. Der Heilige Geist werde teilweise auch als Frau oder als Taube dargestellt. Pater Kentenich war der Meinung, die Taube sei ihm zu materiell und die Gottesmutter, Vater und Sohn seien für ihn das bessere Symbol. Rektor Schnocks brachte es dann auf den Nenner: Der Dreifaltige Gott ist Beziehung.

Für wen bin ich Beziehung?

Mit diesen Worten endete seine Predigt und wir feierten die heilige Messe weiter.Am Ende des Gottesdienstes wurde die neue Jahreslosung vorgestellt und Herr Wünstel sang den neuen Jahresmottorefrain:

„2014: Männer auf dem Weg – Beheimatung finden in DIR“

Nun gab es noch einige Dankesworte und den Segen für eine gute Heimfahrt sowie ein Wiedersehen im Jahr 2011.

Paul Mayr