50 Jahre Priesterweihe von Pater Erwin Hinder

21. August 2010 Feier im Tabor-Heiligtum und Haus Tabor

Es war eine kleine Schar, die am 21. August das Heiligtum auf dem Marienberg füllte. Alle der 22 Gäste waren in irgendeiner Weise besonders verbunden mit dem Jubilar, der auf den Tag genau vor 50 Jahren sein erstes Messopfer feierte.
In der Einleitung gab er besonders seiner Freude Ausdruck, dieses Jubiläum hier auf dem Tabor und mit den Männern feiern zu können.

Am 15. August 1960 ist er in St. Gallen zum Priester geweiht worden.

Pater Schmiedl hielt die Festpredigt, in der er auf einige Stationen hinwies, die auch den Vertrauten von Pater Hinder noch nicht so bekannt waren.

Aperitif, Mittagessen und Kaffee wurden dann im Haus Tabor gereicht. Fast die Hälfte der Gäste gaben ergreifende Zeugnisse über ihre Begegnungen und Erlebnissen mit Pater Hinder. Dies war für den Jubilar ein großes Geschenk, das er immer wieder betonte, dass da wohl tatsächlich Gott mitgewirkt hatte in seinem Leben. Unter diesem besonderen Gedanken stand auch seine Ansprache: die Führung Gottes in seinem Leben.

Seine vierjährige Ausbildung als Technischer Zeichner schloss er ab mit der besten Prüfung. Als Spätberufener musste er dann nochmals 4 Jahre abends auf die Schule gehen. Eintritt bei den Pallottinern, nach dem Übertritt zu den Schönstattpatres tätig für die Studenten in Münster, von 1984-2002 bei der Schönstatt-Männerliga, zudem von 1998-2000 Assistent bei den Marienbrüdern, 20 Jahre lang Exerzitienbegleiter für Unternehmer, mit 72 Jahren Abschluss seiner Promotion.

Eine besondere Zeit war für ihn auch das Studium in Fribourg in der Schweiz, zusammen mit den Chilenen. Ebenfalls bedeutend für ihn war die ganze Auseinandersetzung um Schönstatt. Der Übertritt zu Schönstatt war nicht von vornherein gegeben, aber Gott hat ihn so geführt.

Da 2005 die Exerzitien für die Männerliga mangels Teilnehmer ausgefallen waren, wurde Pater Hinder eingeladen, die ersten Exerzitien 2006 im Haus Tabor zu halten, obwohl er bereits 4 Jahre in der Schweiz war. Das Haus Tabor war für die 21 Teilnehmer zu klein und wir mussten im Schlösschen noch Zimmer anmieten. Seine ehrliche, offene, absichtslose Art hat es vielen Männern leicht gemacht, ihm viel Vertrauen zu schenken.

Pater Hinder übergibt uns auch einen wertvollen Nachlass zur Sendung des Tabor-Heiligtums. Seine theologisch klar und detailliert durchdachten Gedanken sind ein wichtiges geschichtliches Zeugnis in dem Lebensvorgang des Tabor-Heiligtums. Seine Worte können uns heute sehr viel praktische Anregungen geben zur persönlichen Verwurzelung im Heiligtum.

Markus M. Amrein