Anregungen zur Jahreslosung: 2. Teil

 

 

Wir wollen auf unseren Jubiläumsweg auf 2014 schauen und uns einstimmen lassen in den Vorgang, als internationale Schönstattfamilie mit der Gottesmutter von Schönstatt 100 Jahre Liebesbündnis zu feiern. Wo stehen wir da als Männersäule bzw. internationale Männersäule?

Zunächst ist es in unserer Schönstattfamilie nichts Außergewöhnliches, dass wir uns international geben. Der Weltjugendtag 2005 in Köln hat uns aufgefordert, Jugendliche aus der ganzen Welt aufzunehmen. So kamen auch unsere Schönstätter in unsere Diözesen, zu unseren Zentren und in unsere Häuser. Wir waren spätestens seit diesem Weltjugendtag international. Schon 1985 zur Feier des 100jährigen Geburtstags unseres Gründers war die Jubiläumsfeier international, weil sie es auch ist.

Der Gnadenstrom, der zum Urheiligtum zurückströmt, ist ein internationaler und das in übergroßem Maße, denn das Streben zu den Heiligtümer hin ist außerhalb unseres Landes stärker. So sind wir im Ausgangsland der internationalen Schönstattfamilie inzwischen die getragenen. Das dürfen wir positiv sehen, denn wir sind fruchtbar geworden und haben uns vermehrt. Das ist nicht zuletzt das Werk unserer MTA, dass sie nämlich Mutter aller Nationen und Völker ist.

Dürfen wir dies auf unsere Männerliga übertragen bzw. können wir auch auf eine solche Entwicklung zurückschauen? Wir dürfen dies bejahen, denn unser Weg zum Marienberg zur Bereitung einer Erziehungsstätte für den heutigen Mann in der heutigen Zeit durch unsere MTA ist mit internationaler Beteiligung bereitet worden, wenn auch in bescheidenem Maße.

Das Tabor-Heiligtum auf dem Marienberg hat eine internationale Geschichte, die mit der Gemeinschaft der Marienbrüder zusammenhängt, deren Familienheiligtum das Tabor-Heiligtum ja auch ist. Insofern wird das Tabor-Heiligtum als das internationale Männerheiligtum auf dem Marienberg in Schönstatt betrachtet;
z. B. war die Anbringung des Heilig-Geist-Symbols im Tabor-Heiligtum am 18. Oktober 1998 mit internationaler Beteiligung aus Chile, Süd-Brasilien und der Schweiz durchgeführt worden.

Von diesem Tabor-Heiligtum aus will die Gottesmutter den heutigen Mann erziehen und die Brücke schlagen zu allen weiteren Heiligtümern, die diese Aufgabe für den heutigen Mann haben wie z. B. das Puer-et-Pater-Heiligtum auf Centro Tabor bei Sta. Maria in Südbrasilien.

Wir haben also ganz konkret die Möglichkeit, das Jubiläum als internationale Männersäule vorzubereiten und uns so mit der internationalen Schönstattfamilie gleich zu schalten. Stehen die Zeichen dafür bzw. ist das der Wille unserer Bündnispartnerin? In dieser Hinsicht brauchen wir Sicherheit und sind so auf das Mittun der internationalen Männer angewiesen. Wenn wir das wollen, dann sollten wir mit den Männern Kontakt suchen.

Hier und jetzt haben wir die Möglichkeit, den Akzent auf die internationale Männersäule zu setzen. Wir können uns gemeinsam auf das Jubiläum vorbereiten und der Gottesmutter ein Jubiläumsgeschenk machen. Das könnte die Krönung der Gottesmutter im Tabor-Heiligtum auf dem Marienberg in Schönstatt sein als dem ausgezeichneten Gnadenort der internationalen Männersäule. Wir dürfen auch davon ausgehen, dass unsere MTA von diesem Ort aus für unsere Männer besondere Gnaden auszuteilen hat zur Konkretisierung des schönstättischen Mannesideals.

Dieses verlangt von uns, von unserer Arbeit Zeugnis zu geben und so das Wirken der Gottesmutter im Männerreich zu künden. So feiert die Gottesmutter mit uns dann ihr Jubiläum und nimmt uns hinein in den inneren Zusammenhang des Geschöpfseins, d. h. ganz auf Gott hingeordnet sein und so das Christusreich der Welt bringen wie sie es immer tut. Die Gottesmutter krönen heißt dann auch immer das Christusreich errichten. Dieser innere Zusammenhang des Geschöpfseins und ganz auf Gott hingeordnet sein ist eine Medaille mit eben zwei Seiten.

Wenn es uns als Männer auch aus unserem Alltag und unserer Prägung heraus nicht zumute ist so zu denken, so heißt das nicht, dass es nicht so ist. Die Wirklichkeit und Wirksamkeit der Königsmacht der Gottesmutter sollten wir uns mehr zu eigen machen. Sie kann uns von innen heraus befähigen, das Mannsein im Geschöpfsein zu vollenden, weil sie Einblick hat in unsere innere Welt. Das haben wir immer wieder selbst erfahren und unsere Arbeit bzw. unser Apostolat muss es sein, andere Männer in diese Erfahrung zu führen. Das spiegelt sich auf uns zurück und hilft uns, immer sensibler für und im Apostolat zu werden.

Auf unserem Jubiläumsweg weitet sich nun der Blick. Wir schauen auf die ganze internationale Männersäule und lassen uns fordern, der Gottesmutter ein internationales Jubiläumsgeschenk zu machen.

 

E. M. Kanzler

Fortsetzung folgt!