„2014: Männer auf dem Weg – Umwandlung erfahren in Dir“
Zum Thema der Exerzitien, Besinnungs- und Einkehrtage 2011/2012
Unsere Exerzitien und Besinnungstage sind Gnadentage, die unser Leben erfassen und formen, und uns helfen, uns ganz Gott zuzuwenden. Unsere Seele und unser Geist werden erneuert, da sie dem Alltag entzogen sind und sich daher in uns besser entfalten können.
Wir leben dann die Empfehlung Jesu, wo er Martha hinweist auf ihre Schwester Maria, dass sie den besseren Teil erwählt hat, indem sie sich den Worten Jesu zuwandte und nicht in der Aufwartung der Gäste unterging. Dies ist im Leben eine Spannung, die nicht einfach zu meistern ist, aber der wir in unseren jährlichen Exerzitien und Besinnungstagen gerecht werden wollen.
Unsere Jahreslosung verlangt das auch von uns. Wir machen uns auf den Weg, müssen also etwas tun, damit sich etwas ereignet, nämlich die Umwandlung. Diese wollen wir erfahren in der Gottesmutter. So müssen wir sie auch aufsuchen, d. h. für uns: wir pilgern zu unseren Heiligtümern. Dort besinnen wir uns, halten uns auf und erfahren Umwandlung.
Unsere Exerzitien und Besinnungstage geben auch Gelegenheit, um unsere Losung zu kreisen. Als Gemeinschaft mit und für die Gottesmutter nicht nur apostolisch da zu sein, sondern auch in ihr beheimatet und dadurch gewandelt zu werden. Gemeinschaft konzentriert Leben und lässt uns seelisch teilhaben am inneren Leben aller Einzelnen. So sind auch wir Multiplikator für andere und Träger der Gemeinschaft.
Besinnungstage bzw. Exerzitien sind auch Tage der gemeinsamen Liturgie. Hier begegnen uns biblische Gestalten und Personen des Urchristentums. Wir kennen z. B. die Bekehrung des Apostels Paulus, der zuvor Saulus hieß und die ersten Christen konsequent und radikal verfolgte. Er meinte damit Gott einen Gefallen zu tun. Christus musste selbst eingreifen und Saulus zu Boden werfen. Dann wurde Paulus zum größten Völkerapostel.
Brauchen wir nicht auch immer wieder Bekehrungen? Zwar nicht so radikal wie bei Saulus, aber doch innere und auch äußere Erschütterungen und Erlebnisse, die unsere Wege durchkreuzen und unser Denken und Handeln neu ordnen.
Unsere Besinnungstage und Exerzitien mögen uns helfen, solche „Bekehrungen“ zu verarbeiten und uns mit Gott zu versöhnen. Die Gottesmutter wird uns helfen, die richtige innere Haltung zu finden, um einen Neubeginn zu machen. So werden wir auf unserem Weg auf 2014 hin mit ihrer Hilfe auch die entsprechende Umwandlung erfahren.
Ernest M. Kanzler
Zur Gestaltung der Kurse
Wir unterscheiden Besinnungstage und Exerzitien.
Termine, bei denen nichts weiter vermerkt ist, sind "Besinnungstage". "Exerzitien" sind eigens als solche benannt.
Besinnungstage nennen wir unsere üblichen Kurse von drei Tagen (meist von Donnerstagabend bis Sonntagmittag). Sie umfassen eine Zeit des Stillschweigens zur persönlichen Einkehr, geben aber auch dem Gedankenaustausch und frohem Zusammensein Raum. Mit gemeinsamem Beten und Feiern der hl. Eucharistie soll auch die stärkende Gemeinschaft gläubiger Männer erfahren werden. Vorträge des geistlichen Leiters vermitteln religiöse Impulse und Glaubensschulung.
Exerzitien nennen wir die bislang wenigen Kurse, die mindestens vier Tage dauern (Mittwochabend bis Sonntagmittag). Nach einer ersten Phase der Einstimmung und Begegnung legen sie Wert auf ein durchgezogenes Stillschweigen. Bei eher weniger Vorträgen bieten sie mehr stille Zeit zu persönlicher Besinnung.
In der Regel beginnen die Kurse am Anreisetag mit dem Abendessen um 18.00 Uhr (19.30 Uhr Angebot einer hl. Messe, anschließend Einführungsrunde) und enden am Abreisetag nach dem Mittagessen um 13.00 Uhr.
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Nähere Informationen zu den Veranstaltungen:
| Sekretariat der Schönstatt-Männerliga |
| Höhrer Straße 80a |
| 56179 Vallendar-Schönstatt |
| Tel.: 0261 - 65 08 39 |
| Fax: 0261 - 65 08 49 |
Anmeldung:
Für die Besinnungstage und Exerzitien jeweils
vier Wochen vorher, in den einzelnen Häusern direkt.
Zu den Tagungen und der Wallfahrt im Sekretariat der Männerliga.
Zu der Anbetungswoche jeweils bei den Verantwortlichen.